Tiere

Wanderkater Felix hat ein neues Zuhause

Das Tier lebt jetzt in der Nähe von Oranienburg. Zuletzt war es in Braunschweig ausgebüxt

Nach fast zwei Monaten im Berliner Tierheim hat Wanderkater Felix ein neues Zuhause gefunden - es ist sein mindestens achtes. "Er lebt seit Freitag bei einer Familie in der Nähe von Oranienburg", sagt Tierheim-Sprecherin Beate Kaminski und fügt hinzu: "Es ist genau das Zuhause, das wir uns für Felix gewünscht haben. Wir sind total glücklich." Felix lebt im Grünen, direkt am Waldrand. Weit und breit gibt es keine stark befahrene Straße - das ist günstig für den Fall, dass dem Wanderkater wieder der Sinn nach größeren Touren stehen sollte. Einsam ist er nicht: Der Sechsjährige teilt sein neues Zuhause - besonders die dortige Couch - mit zwei Artgenossen. Außerdem durfte er schon die erste Nacht zu seinem neuen Herrchen ins Bett, so Kaminski.

Im Tierheim Berlin ist Felix schon ein alter Bekannter. Er war bereits mit sechs Monaten - am 22. Dezember 2006 - als Fundkatze aufgenommen worden. Danach hat das Tier verschiedene Stationen durchlaufen: Er wurde drei Mal vermittelt und wieder zurückgegeben. Die Gründe variierten: Mal wurde Frauchen schwanger, mal war Felix im neuen Heim nicht glücklich und fraß nicht mehr. Zuletzt lebte er vor zwei Jahren im Tierheim, musste aber aus Platzgründen in das Tierheim von Braunschweig umziehen, das ihn vermittelte. Bei seinem neuen Halter büxte Felix zu Silvester 2010 aus. Fast anderthalb Jahre war er spurlos verschwunden. Die Zeit könnte er mit einer 250 Kilometer langen Rückwanderung verbracht haben, denn an der Spree tauchte er am 12. Mai 2012 wieder auf. Dank eines Chips - ohne GPS - konnten ihn Tierschützer identifizieren. "Wir haben dann mehrere Wochen nach einem passenden Heim gesucht", so Kaminski.

Nun ist Felix erfolgreich vermittelt - doch 800 andere Katzen warten im Tierheim auf ein neues Zuhause. Insgesamt leben dort etwa 1750 Tiere - sechs Prozent mehr als im Vorjahr. Allein am Montag gaben 30 Halter ihre Tiere ab. Hinzu kamen 19 Fundtiere. Demgegenüber stehen nur zwei bis drei Vermittlungen pro Tag.