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Sieben Lebensversicherungen

Ermittlungsstand Die 7. Mordkommission hat im Fall der getöteten Pferdewirtin aus Lübars bislang insgesamt drei Gesellschaften gefunden, bei denen Verträge abgeschlossen worden waren. Vor und nach der Messerattacke am Ostermontag wurden entsprechende Verträge unterschrieben. In die Ermittlungen wurde jetzt das Bundeskriminalamt (BKA) eingeschaltet. BKA-Beamte suchen nach Angaben der Polizei jetzt europaweit nach weiteren Versicherungsabschlüssen.

Vorschriften Der Abschluss einer Lebensversicherung ist laut dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) zwar durch andere Personen, aber letztlich nur mit der Unterschrift der versicherten Person wirklich möglich, sagte Referentin Simone Schuchert. Möglicherweise wurden im vorliegenden Fall jedoch Unterschriften gefälscht. Laut Staatsanwaltschaft werde nun geprüft, welche Rolle die Mutter, Cornelia H., bei den Abschlüssen spielte.

Bestimmungen Bis zu einer Versicherungssumme von 250.000 Euro sei ein vereinfachtes Verfahren möglich, bei dem der Versicherte Fragebögen zur Gesundheit ausfüllen müsse, sagte Simone Schuchert. Wenn die Versicherungssumme jedoch höher liege, seien darüber hinaus auch Arztbesuche und Bescheinigungen nötig. Im Fall der ermordeten Christin R. wäre aufgrund der höheren Gesamtsumme zumindest bei einer Versicherung das aufwendige Verfahren nötig gewesen.