Feuer

Rentner stirbt nach Brand im Märkischen Viertel

Vier weitere Mieter erleiden Rauchgasvergiftung

Bei einem Wohnungsbrand im Märkischen Viertel ist am frühen Dienstagmorgen ein 76 Jahre alter Mann gestorben. Vier weitere Mieter des Mehrfamilienhauses am Senftenberger Ring erlitten zum Teil schwere Rauchgasvergiftungen. Warum das Feuer ausgebrochen ist, ist noch ungewiss.

Der Notruf traf um 4.49 Uhr in der Einsatzzentrale der Berliner Feuerwehr ein. Sofort machten sich drei Staffeln auf den Weg in den Senftenberger Ring. Als die Einsatzkräfte eintrafen, rannten ihnen bereits zahlreiche hustende Mieter entgegen. "Sie berichteten unseren Mitarbeitern, dass im neunten Stock noch ein Mann vermisst werde", sagte Feuerwehrsprecher Sven Gerling. Während die ersten Rettungskräfte sich auf den Weg in die Wohnung machten, forderte die Einsatzleitung weitere Staffeln an. Insgesamt waren an dem Einsatz 60 Feuerwehrleute beteiligt. Wie der Sprecher weiter berichtete, war das Feuer in der Wohnung des offenbar gehbehinderten Reiner R. ausgebrochen.

Als die Feuerwehrmänner in die Wohnung vordrangen, brannte das Feuer bereits in voller Ausdehnung. Nur mit Mühe konnten sie den Mann in seinem Schlafzimmer finden. Für den Rentner kam jedoch jede Hilfe zu spät. Er war an seinen schweren Verletzungen gestorben. Die Leiche war zudem bereits so stark verbrannt, dass eine Identifizierung zunächst nicht möglich gewesen war. Erst Stunden später stellte sich heraus, dass es sich um die Leiche von Reiner R. handelte. Durch die starke Qualmentwicklung erlitten vier weitere Hausbewohner eine Rauchgasvergiftung. Drei von ihnen hatten so viel Qualm eingeatmet, dass sie in ein Krankenhaus eingeliefert werden mussten.

Trotz aller Bemühungen konnte die Feuerwehr nicht verhindern, dass der Brand auf die darüber liegende Wohnung im zehnten Stock überschlug. Nachdem durch die Hitze die Fenster zersprangen, griffen die Flammen auf das Schlafzimmer des Nachbarn über. Durch die starke Rauchentwicklung wird die Wohnung nach Feuerwehrangaben in Zukunft unbewohnbar bleiben. Gegen 6.30 Uhr hatten die Rettungskräfte das Feuer gelöscht. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache übernommen.