Nahverkehr

In den Ferien lässt die BVG weniger U-Bahnzüge fahren

Mit dem Beginn der Sommerferien am morgigen Mittwoch dünnen die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) ihr Fahrplan-Angebot aus.

Betroffen ist davon vor allem der U-Bahn-Verkehr. Auf sechs der insgesamt neun U-Bahn-Linien werden seltener Züge eingesetzt.

So werden vom 20. Juni an bis zum 3. August etwa auf der U-Bahnlinie U2 die Züge zwischen Pankow und Theodor-Heuss-Platz in der Hauptverkehrszeit nur noch alle fünf Minuten statt im Vier-Minuten-Takt fahren. Zwischen Theodor-Heuss-Platz und Olympia-Stadion wird die Taktzeit von acht auf zehn Minuten verlängert. Die Züge der U4 (Nollendorfplatz-Innsbrucker Platz) fahren in den kommenden Wochen nur noch alle zehn Minuten statt im Fünf-Minuten-Abstand. Längere Taktzeiten gibt es auch auf den Linien U5 (Hönow-Alexanderplatz), U7 (Rathaus Spandau-Rudow), U8 (Wittenau-Hermannstraße) und U9 (Osloer Straße-Rathaus Steglitz). Im Busverkehr und bei der Straßenbahn fallen bis Anfang August alle sogenannten Schülerfahrten aus. Diese sind im Fahrplan an der Haltestelle mit einem Pfeil gekennzeichnet. Betroffen sind einzelne Fahrten überwiegend in der Zeit zwischen 7 und 8 Uhr sowie zwischen 13 und 14 Uhr. Bei der S-Bahn, die schon seit drei Jahren kein vollständiges Angebot mehr bieten kann, gibt es keinen gesonderten Ferien-Fahrplan. Lediglich einige wenige Verstärkerzüge, die im Berufsverkehr auf der S5 zwischen Mahlsdorf und Ostbahnhof fahren, werden nicht mehr eingesetzt.

Der Berliner Fahrgastverband Igeb kritisiert die alljährlich zu den Ferien erfolgende Angebotsverringerung vor allem bei der U-Bahn. "In den Außenbereichen kann man das vielleicht noch akzeptieren. Doch in der Innenstadt sind die U-Bahnen oft völlig überfüllt, da darf es keine weiteren Einschränkungen geben", sagt Igeb-Sprecher Jens Wieseke. Zwar sei der Platzbedarf in den Morgenstunden geringer, dafür steige er tagsüber aufgrund der vielen Touristen stark an.