Offener Brief

Eltern sammeln Unterschriften für besseres Schulessen

Für ein gesundes Schulessen haben am Montag Eltern aus Friedrichshain-Kreuzberg vor der Bildungsverwaltung demonstriert.

Die Elternvertreter von vier Grundschulen hatten mehr als 1000 Unterschriften gesammelt und diese zusammen mit einem offenen Brief Staatssekretär Mark Rackles überreicht. Darin wird Senatorin Sandra Scheeres (SPD) aufgefordert, sich kurzfristig für höhere Zuschüsse für die Mittagsversorgung der Schule einzusetzen und zudem die Qualität des Essens sicherzustellen.

Wie berichtet, hatten die großen Berliner Caterer bei der Ausschreibung des Schulessens für das kommende Schuljahr an 21 Schulen in Friedrichshain-Kreuzberg kein Angebot abgegeben. Der Verband der Berliner Schulcaterer begründete den Boykott mit dem zu niedrig angesetzten Höchstpreis von 2,10 Euro pro Portion in der Ausschreibung. Damit könnten die vorgeschriebenen Qualitätskriterien nicht eingehalten werden, betonen die Firmen. Fünf Schulen blieben daraufhin ohne Anbieter, für viele andere Schulen gab es nur ein Gebot, so dass die Wahlmöglichkeit der Eltern begrenzt ist. "Im kommenden Jahr müssen viele andere Bezirke ihr Schulessen neu ausschreiben. Dann stehen sie vor dem gleichen Problem wie Friedrichshain-Kreuzberg", sagt Elternvertreterin Cornelia Partmann.

Staatssekretär Mark Rackles betonte am Montag, dass sich der Senat im September mit dem Thema befassen werde. Dann sollen die Ergebnisse einer Studie über die nötigen Kosten für ein gesundes Mittagessen an Schulen vorliegen.