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Denkfabrik macht Fahrräder intelligent

BMW Guggenheim Lab will das Leben in der Stadt verschönern - Programm veröffentlicht

Mehr als 100 kostenlose Veranstaltungen wird das BMW Guggenheim Lab auf dem Pfefferberg-Gelände in Prenzlauer Berg anbieten. Die mobile Denkfabrik will vom 15. Juni bis 29. Juli Entwürfe für das Leben in der Großstadt entwickeln. Experten und Anwohner sind eingeladen. Es wird um moderne Technologien gehen, um nachhaltige Mobilität und um Kommunikation in der Stadt. Und: Die Berliner sind zum praktischen Handeln eingeladen.

Um das Lab hatte es in den vergangenen Monaten viele Auseinandersetzungen gegeben. Die Veranstalter verzichteten auf den geplanten Standort im Kreuzberger Wrangelkiez, weil sie gewaltsame Aktionen gegen das Projekt befürchteten. Anwohner und Initiativen hatten gegen das Vorhaben protestiert. Auch in Prenzlauer Berg und Mitte gibt es Widerstand gegen das Lab. Die Kritik richtet sich vor allem gegen die Beteiligung von BMW.

Jetzt haben die Kuratoren Details des Programms in den ersten drei Wochen mitgeteilt. Am Eröffnungstag, 15. Juni, findet der "Marathon des Dinge-Gestaltens" von 15 bis 22 Uhr statt. Ingenieure, Künstler und Programmierer zeigen, was man mit Werkzeugen wie Laser- und Hitzedrahtschneidern und mit 3-D-Scannern machen kann. Zum Thema "Making things move - Dinge in Bewegung bringen" gibt es am 16. Juni einen Vortrag und einen Workshop. Besucher sind eingeladen, das Fahrrad, den Kinderwagen oder den Rollstuhl mitzubringen und mit neuen, intelligenten Möglichkeiten auszurüsten. Das Thema am 17. Juni heißt "Dinge digital gestalten". Die Teilnehmer lernen, mit Platinen Geräte zu steuern, Roboter zu bauen, und Sensoren so zu programmieren, dass sie Mitteilungen per SMS verschicken können. Beim Workshop "Gesundheit schaffen" am 20. Juni bauen die Teilnehmer ihr eigenes Glukosemessgerät. und erstellen Biosensoren, um den Blutdruck zu messen. Im Workshop "Solarkaffee" am 21. Juni bauen die Lab-Besucher einen Solar-Kaffeebohnenröster. Wie man Spiele entwickelt und sie nutzt, um Herausforderungen in der Großstadt zu bewältigen, das ist Thema am 23. Juni im BMW Guggenheim Lab. Für den 24. Juni, 13-18 Uhr, ist eine Mini-Macher-Messe angekündigt, die Neuentwicklungen aus Berlin zeigt wie etwa ein solarbetriebenes Crèpes-Eisen und den ferngesteuerten Windelwechsler. Außerdem stehen Rad-Exkursionen auf dem Programm und Rundgänge durch die Stadt mit der Mobilen Universität Berlin.

"Wir freuen uns, dass sich das BMW Guggenheim Lab Berlin auf die Bedeutung des aktiven Tuns und Gestaltens konzentrieren wird", sagt Kuratorin Maria Nicanor. Das Lab öffnet von Mittwoch bis Freitag, jeweils 14-22 Uhr, und Sonnabend und Sonntag, 12-22 Uhr. Der Eintritt ist frei (www.bmwguggenheimlab.org).