Kontra Senkung

Politische Scheindiskussion

Jens Anker ist gegen willkürlich gesetzte Grenzen

Die Diskussion über die Absenkung der Freigrenzen für Cannabiskonsum ist eine politische Scheindiskussion. Die Fälle, um die es hier geht, sind nach Angaben von Polizei und Justiz verschwindend gering. Wer einen Joint raucht, hat in den allermeisten Fällen weniger als sechs, zehn oder 15 Gramm Cannabis dabei. Wer Handel damit treibt, besitzt auf jeden Fall mehr. Eine Änderung der Grenze hätte für die Arbeit von Polizei und Justiz kaum Auswirkungen - auf den Konsum sowieso nicht, darin sind sich alle Experten einig. Warum also das ganze Tamtam? Wenn es die Politik ernst meinte, würde sie sich verstärkt um die Prävention kümmern, um Jugendliche davon abzuhalten, sich im Kiffen zu verlieren. Aber das hätte einen entscheidenden Nachteil: Es kostet Geld. Dagegen ist die symbolische Absenkung der Freigrenze gratis zu haben.