Finanzierung

Die Zukunft des Olympiastadions hängt an Hertha BSC

Die finanzielle Situation des Olympiastadions hängt auch in den nächsten Jahren maßgeblich vom Erfolg von Hertha BSC ab.

Sollte die Mannschaft den Wiederaufstieg nicht sofort schaffen, könnte das auch für das Land Berlin teuer werden.

Niemand kann sicher sagen, ob Hertha bei einem weiteren Verbleib in der zweiten Bundesliga in der übernächsten Spielzeit zusätzlich zu der dann fälligen Pacht auch die aufgeschobenen Mietzahlungen wird leisten können. In der vergangenen Erstliga-Saison war es gelungen, die in der zweiten Liga gestundeten Zahlungen nachzuholen. In dem engen Finanzrahmen eines ambitionierten Zweitliga-Teams könnte das anders sein.

Vor dem Start der Zweitliga-Saison 2010/2011 hatte der Senat Hertha BSC die Miete für das Stadion gestundet und ihm so de facto einen Millionenkredit gewährt. Schon seit der zweiten Hälfte der vorhergehenden Saison hatte der Klub regulär kein Geld mehr für die Nutzung der Spielstätte gezahlt. Zur Begründung hieß es damals, ohne diesen Schritt des Senats hätte Hertha gegenüber dem Deutschen Fußball-Bund die Voraussetzungen für die Zweite Liga nicht erfüllt.

Hinzu kommt, dass auch andere Einnahmequellen wie große Konzerte nur noch schwierig zu realisieren sind. So gibt es zwar in dieser Woche das Konzert des amerikanischen Rockstars Bruce Springsteen im Olympiastadion. Aber ansonsten sind solche Großveranstaltungen, die Einnahmen bringen, selten geworden. Immer häufiger wechseln Veranstalter in die Waldbühne oder in die Wuhlheide. Die Anwohner des Olympiastadions hatten sich in der Vergangenheit immer wieder über die Lärmbelästigung beschwert. Daraufhin hatte der Bezirk eine Höchstzahl für Open-Air-Konzerte festgelegt.