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Lichtenberg: Wildes Baden am renaturierten Orankesee-Ufer verboten ++ Pankow: Gebäude der DDR-Akademie soll verkauft werden ++ Mitte: Weiter Trauungen an ungewöhnlichen Orten ++ Reinickendorf: Bauherrenpreis 2012 für Architektur und Denkmalschutz ++ Charlottenburg-Wilmersdorf: Bürgerinitiative kritisiert Neubau ++ Spandau: Freizeit- und Erholungsgelände am Spektesee geplant

Wildes Baden am renaturierten Orankesee-Ufer verboten

- Das Bezirksamt warnt davor, die neu gestalteten Uferzonen am Orankesee als Bademöglichkeit zu nutzen. Bau- und Umweltstadtrat Wilfried Nünthel (CDU) sagt: "Baden ist ausschließlich im dafür vorgesehenen Strandbad zulässig." Die Vegetation am Ufer befinde sich noch in der Entwicklungsphase. Illegales Baden gefährde Pflanzungen und Befestigungen. Polizei und Ordnungsamt würden es verstärkt ahnden. Nünthel: "Wenn sich die massiven Verstöße fortsetzen, muss der Uferbereich umzäunt werden."

Gebäude der DDR-Akademie soll verkauft werden

- Der Liegenschaftsfonds will die Gebäude an der Prenzlauer Promenade 149-152, in denen die Akademie der Wissenschaften der DDR ihren Sitz hatte, langfristig in einem Bieterverfahren verkaufen. Viele Räume sind derzeit zu günstigen Konditionen an Künstler vermietet, teilte Stadtentwicklungs-Stadtrat Jens-Holger Kirchner (Grüne) auf Anfrage der Verordneten Lina-Mareike Dedert (SPD) mit. Ein Teil der Gebäude sei gesperrt, weil Decken durch die Bibliothek der Akademie überlastet worden sind.

Weiter Trauungen an ungewöhnlichen Orten

- Trauungen außerhalb des Standesamtes, zum Beispiel im Fernsehturm, im Roten Rathaus, im Zoo oder auf Schiffen, werden auch weiterhin in Mitte möglich sein. Der Außer-Haus-Service sollte ursprünglich aus Kostengründen abgeschafft werden. "Wir sind dennoch auf der Suche, wie wir das Angebot wirtschaftlicher gestalten können", sagte der zuständige Stadtrat Stephan von Dassel (Grüne). Die Bezirksverordneten haben das Amt aufgefordert, die Möglichkeiten einer Gebühr für besondere Serviceleistungen zu prüfen.

Bauherrenpreis 2012 für Architektur und Denkmalschutz

- Zum elften Mal wird 2012 der "Reinickendorfer Bauherrenpreis" ausgelobt. Seit 1992 werden damit Projekte geehrt, die zur Pflege des Stadtbildes und zur qualitätsvollen architektonischen Entwicklung des Bezirkes beitragen. Bewohner können für 2010/2011 vier Kategorien vorschlagen: Wohnen, Gewerbe/Industrie, Denkmalschutz, Freiflächengestaltung. Sie sind bis 30. Juni an das Bezirksamt, Fachbereich Stadtplanung und Denkmalschutz, Stichwort Bauherrenpreis 2012, Eichborndamm 215/239, 13437 Berlin einzureichen.

Bürgerinitiative kritisiert Neubau

- Die Bürgerinitiative Stuttgarter Platz kritisiert, dass das Bauamt den Neubau an der Heilbronner Straße Höhe Kracauerplatz genehmigt hat. Das Grundstück werde übernutzt, außerdem sei das Wohnen dort an der Bahn ungeeignet. Der Kinderspielplatz werde in einer schattigen Ecke zwischen Bahn und Haus liegen. "Speziell die Behindertenwohnungen im Erdgeschoss entlang der Straße haben keine Qualität", sagte Klaus Herzberg. Das denkmalgeschützte Rest-Gebäude der Tankstelle sollte nicht erhalten werden, findet die BI.

Freizeit- und Erholungsgelände am Spektesee geplant

- Am Spektesee entsteht ein Freizeit- und Erholungsgelände. Ein Kletterfelsen, ein Generationenspielplatz, Beachvolleyball-Plätze und eine Liegewiese sind geplant. Eine neue Sanitäranlage werde gebaut, sagte der Leiter des Spandauer Amtes für Stadtentwicklung, Markus Schulte. Für das Vorhaben sollen Mittel aus dem Programm Stadtumbau West eingesetzt werden.