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Jan Stöß führt im Duell um SPD-Vorsitz mit 3:2

Im Machtkampf um den Parteivorsitz der Berliner SPD wird weiter um die Nominierung der Kandidaten wie um die Wahlmodalitäten gerungen.

Im Duell zwischen dem SPD-Vorsitzenden Michael Müller (47) und seinem Herausforderer Jan Stöß (38) steht es nach weiteren Kreisdelegiertenversammlungen am Wochenende 3:2 für Stöß. Viele SPD-Kreisverbände hatten sich auch davor schon auf einen der Konkurrenten festgelegt. Damit liegt Stöß auch nach den voraussichtlichen Delegiertenstimmen auf dem Wahl-Parteitag am 9. Juni vorn. Da es jedoch eine geheime Wahl sein wird, könnte sich das Blatt auf dem Parteitag auch noch wenden.

Stöß hatte bei den Kreisdelegiertenversammlungen am Wochenende die Nase vorn. In Pankow fiel die Entscheidung jedoch deutlich knapper aus als erwartet. Auf Stöß entfielen 46 Stimmen. Für Müller sprachen sich 39 Delegierte aus, zwei enthielten sich. In Reinickendorf wurde nur Stöß nominiert. Er bekam 62 Jastimmen, eine Neinstimme und sechs Enthaltungen. Müller sei in Reinickendorf von niemandem als SPD-Vorsitzender vorgeschlagen worden, sagte Kreischef Jörg Stroedter. Am Freitagabend hatte sich Müller erwartungsgemäß sehr deutlich im Kreisverband Charlottenburg-Wilmersdorf mit 87 zu fünf Stimmen gegen Stöß durchgesetzt, eine Woche zuvor auch in Steglitz-Zehlendorf.