Nahverkehr

Die ersten neuen Sicherheitsleute der BVG sind im Einsatz

Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) schicken die ersten 15 von geplanten 200 zusätzlichen Sicherheitskräften in den Einsatz.

Das hat Unternehmenssprecher Klaus Wazlak jetzt auf Anfrage der Berliner Morgenpost bestätigt. Nach viermonatiger Ausbildung endet an diesem Donnerstag der erste Lehrgang für die neuen Wachleute. Die zweite Schulung mit ebenfalls 15 angehenden Sicherheitskräften läuft bereits, die dritte startet im Mai. Für weitere Lehrgänge sucht die BVG aktuell noch geeignete Bewerber.

Die Aufstockung des Sicherheitspersonals ist Teil eines Maßnahmenpaketes, das BVG-Chefin Sigrid Nikutta und der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) im Mai 2011 vorgestellt hatten. Sie reagierten damit auf eine Serie von gewaltsamen Übergriffen in U-Bahnhöfen. Damals waren es schlagzeilenträchtige Einzelfälle. Inzwischen belegen aber auch die Zahlen der am Montag vorgestellten Kriminalitätsstatistik die negative Entwicklung im Nahverkehr von BVG und S-Bahn. Sie weist für 2011 insgesamt 25.182 Straftaten in Bussen, Bahnhöfen und Stationen aus, 2140 Fälle mehr als im Vorjahr.

"Wir setzen konsequent um, was im Mai beschlossen wurde", betonte BVG-Sprecher Wazlak. Als erste Maßnahmen hatte das landeseigene Unternehmen bereits im Vorjahr mit der personellen Aufstockung und technischen Nachrüstung in seiner Sicherheitsleitstelle begonnen. Ebenfalls 2011 lief der Ausbau der Videoüberwachung auf 20 Bahnhöfen an. Aktuell liefern laut Wazlak etwa 1250 Kameras Bilder in die Sicherheitszentrale, knapp 100 mehr als vor einem Jahr. Die BVG investiert nach eigenen Angaben zwölf Millionen Euro für die Einführung der Verbesserungsmaßnahmen. Die laufenden Kosten liegen dann bei etwa 16 Millionen Euro jährlich.

( fal )