Badesaison

Anbaden im neuen Edelstahlbecken

25 Sommer- und Freibäder starten in den nächsten Wochen in die Saison

Einen Schwimmer und Wasserballer kann so schnell nichts erschüttern. Auch keine Wassertemperatur von 15, höchstens 16 Grad. Carsten Engelmann (CDU), Sportstadtrat in Charlottenburg-Wilmersdorf, hatte seine Badehose am Freitag zur offiziellen Eröffnung der Saison aller Freiluftbäder ins Sommerbad Wilmersdorf mitgebracht und wagte als erster den Sprung in das neue Edelstahlbecken.

In den kommenden Wochen gehen nach und nach 25 Sommer- und Freibäder an den Start (siehe Kasten). 670.000 Euro mussten die Bäderbetriebe in die Beseitigung der Winterschäden investieren. Dennoch hätte der milde Winter weniger Schäden als in den Vorjahren angerichtet, sagt Bäderchef Klaus Lipinsky. Dafür schlug der kühle Sommer negativ zu Buche: 2011 kamen 400.000 Badegäste weniger als 2010. Das bedeutet ein Einnahmenverlust von mehr als einer Million Euro.

Lange infrage gestellt war die Öffnung des Sommerbades Olympiastadion, weil das denkmalgeschützte Bad sanierungsbedürftig ist. Mit 17,5 Millionen Euro werden die Kosten veranschlagt. Die Sanierung ist jetzt für 2014 geplant. In diesem Sommer ist es noch einmal provisorisch hergerichtet. Frisch saniert sind hingegen die Sommerbäder Wilmersdorf und Seestraße in Wedding. An der Forckenbeckstraße wurde das alte Plansch- und Nichtschwimmerbecken aus Beton durch ein Edelstahlbecken ersetzt. Auch in Wedding sind die Außenbecken jetzt mit Edelstahl ausgekleidet. 3,4 Millionen Euro flossen in beide Bäder.

Für das Sommerbad Lichterfelde (Spucki) sind derzeit drei Bewerber für den Betrieb im Gespräch. Die Bäderbetriebe planen, noch weitere Sommerbäder an private Pächter zu geben.

( kla )