Zufallsfund

Cannabis-Plantage in Wohnungin Wedding entdeckt

Eine umfangreiche Aufzuchtanlage für Cannabispflanzen hat die Polizei in Wedding ausgehoben.

Der mutmaßliche Rauschgifthändler und sein Komplize wurden am Dienstagabend festgenommen. Fast 800 verbotene Pflanzen, mehrere Kilogramm abgeerntete Pflanzen, Bargeld und ein Auto wurden beschlagnahmt.

Die Beamten des Polizeiabschnitts 36 waren gegen 18 Uhr in einem Mehrfamilienhaus mit der Aufnahme eines Verkehrsunfalls beschäftigt, als ihnen im Treppenhaus der starke Geruch von Marihuana auffiel. Mit Hilfe von Drogenspürhunden konnte im zweiten Obergeschoss eine Wohnung lokalisiert werden, wo sich der Verdacht der Polizisten bestätigte. In einer Dreizimmerwohnung hatte der 47 Jahre alte Mieter in allen Räumen eine professionell ausgerüstete Indoor-Plantage zur Zucht von Cannabispflanzen betrieben. Der Mann wurde wie sein im Flur angetroffener gleichaltriger Komplize festgenommen. Für den Abtransport der insgesamt 786 entdeckten Pflanzen, der Ernte und der gesamten Ausrüstung musste die Polizei einen Kleinlaster einsetzen. Ermittlungen ergaben, dass der Wohnungsmieter Besitzer eines Mercedes-Pkw ist, der per richterlichen Beschluss erst durchsucht und anschließend wie die übrigen Beweismittel beschlagnahmt wurde. Die beiden 47 Jahre alten Männer erwartet jetzt ein Ermittlungsverfahren wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz.

Erst Mitte Februar hatte die Polizei eine 61 Jahre alte Cannabis-Pflanzerin festgenommen. Die Frau hatte in Rudow und Lichtenrade in Kellern von Einfamilienhäusern zwei Hanfplantagen mit zusammen rund 1600 Cannabispflanzen betrieben. Der Verkauf von einem Kilogramm Marihuana an Großhändler erbringt etwa 4500 Euro, in Straßenportionen gestückelt leicht den doppelten Betrag.