Urteil rechtskräftig

U-Bahn-Schläger Torben P. muss Haftstrafe antreten

Der als U-Bahn-Schläger bekannt gewordene Torben P. muss endgültig hinter Gitter.

Der Bundesgerichtshof hat die von P. eingelegte Revision gegen die vom Berliner Landgericht verhängte Jugendstrafe von zwei Jahren und acht Monaten zurückgewiesen. Das im September vergangenen Jahres verkündete Urteil sei damit rechtskräftig, sagte Gerichtssprecher Tobias Kähne am Mittwoch. Der 19 Jahre alte Schüler wird nun demnächst eine Ladung zum Haftantritt erhalten.

Torben P. war verurteilt worden, weil er am Osterwochenende 2011 im U-Bahnhof Friedrichstraße einen Passanten attackiert und mit Schlägen und Fußtritten schwer verletzt hatte. Der Fall sorgte damals bundesweit für Aufregung, was vor allem auf die zu Fahndungszwecken veröffentlichten Videos aus der Überwachungskamera zurückzuführen war. Die Aufnahmen zeigten, wie der Gymnasiast aus Reinickendorf geradezu lustvoll auf sein am Boden liegendes Opfer eintrat.

Eine Jugendkammer des Landgerichts Berlin hatte P. wegen versuchten Totschlags verurteilt. Die Verteidigung war in Revision gegangen, um eine mildere Strafe wegen gefährlicher Körperverletzung zu erreichen. Begründet hatten die Anwälte den Antrag damit, dass das Opfer den der Tat vorangegangenen Streit mit ausgelöst hatte. Ob P. seine Strafe im offenen Vollzug verbüßen kann, um so tagsüber zur Schule gehen zu können, entscheidet kurz nach seinem Haftantritt die Haftanstalt.