Gesundheit

Weniger Feinstaub im Winter in Berlin gemessen

In Sachen Luftqualität fällt die Berliner Winterbilanz in diesem Jahr vergleichsweise günstig aus. Von Anfang Oktober bis Ende Februar lagen die Belastungen durch Feinstaub und Stickstoffdioxid im Durchschnitt unter denen des Vorjahres.

"Mehr als die Hälfte der Überschreitungstage beim Feinstaub trat bereits am Berliner Stadtrand auf", berichtete die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt von einer gewissen Umverteilung. Grund: Der Einfluss des Ferntransports steigt seit Einführung der Umweltzone an, während der in Berlin selbst gemachte Anteil sinkt. So wurden die Feinstaub-Grenzwerte am Stadtrand während der Wintermonate an immerhin 15 Tagen überschritten. An viel befahrenen Straßen der Innenstadt waren es 22 bis 26 Tage. Ausreißer war die Messstation an der Silbersteinstraße in Neukölln, wo es an 32 Tagen wegen umliegender Baustellen zu hohe Werte gab. Übers Jahr gerechnet darf es höchstens 35 Überschreitungs-Tage geben. Im Winter ist deren Anteil jedoch stets relativ hoch.

Auffallend starke Belastungen wurden im November gemessen - mit bis zu 130 Mikrogramm pro Kubikmeter waren es in der Silbersteinstraße die höchsten Werte seit zehn Jahren. Der Tagesgrenzwert liegt bei 50 Mikrogramm pro Kubikmeter. In den anderen Wintermonaten war die Belastung jedoch durchschnittlich oder niedrig. Auch beim Stickstoffdioxid, das vor allem durch Autoabgase und Reifenabrieb freigesetzt wird, lag die durchschnittliche Konzentration im Winter etwas niedriger als im Vorjahr.