Polizei

Beheizbare Sitzbank inklusive

Polizei erhält 20 Motorräder mit moderner Technik und mehr Komfort

Vor dem Brandenburger Tor übergab der Leiter des Berliner BMW-Werks, Hermann Bohrer, am Donnerstag im Beisein von Innensenator Frank Henkel (CDU) die Motorräder an Polizeivizepräsidentin Margarete Koppers. "Die neuen Maschinen werden besonders von den männlichen Kollegen sehnsüchtig erwartet", so Koppers.

Die insgesamt rund 364.000 Euro teuren Dienstfahrzeuge, die extra für die Bedürfnisse der Polizeibeamten im Spandauer BMW-Werk produziert wurden, sind bereits mit dem neuen Digitalfunk ausgestattet. Mussten die Beamten bei den Vorgänger-Modellen analoge Funkkanäle und Lautstärke noch mühsam über eine winzige Anzeige einstellen, bietet nun ein größerer Touchscreen-Bildschirm mehr Übersicht. An kalten Tagen können zudem Sitzbank und Handgriffe beheizt werden. Mit 259 Kilogramm, 900 Kubikzentimeter Hubraum und 195 Stundenkilometer Spitzengeschwindigkeit sind die Maschinen echte Schwergewichte. "Dennoch sind sie wesentlich handlicher und einfacher zu fahren als die Vorgängermodelle", sagte ein Polizeibeamter. Innensenator Henkel freute sich dagegen darüber, dass die Beamten nun trotz der engen Haushaltslage über neueste Technik verfügen "Das zeigt, dass die Polizei modern aufgestellt ist und in die Zukunft investiert", so Henkel.

BMW hatte zuletzt vor acht Jahren 15 Motorräder an Berlin geliefert. Ende 2008 wechselte die Polizei den Hersteller und bestellte 35 Moto Guzzis. Gewerkschaftsvertreter von Polizei und BMW kritisierten die Entscheidung damals heftig. Die Umstellung sei teuer, der Berliner BMW-Standort werde dadurch gefährdet. BMW-Leiter Hermann Bohrer konnte sich daher einen Seitenhieb nicht verkneifen. Er freue sich sehr über das entgegengebrachte Vertrauen, "insbesondere, nachdem die Berliner Polizei eine kleine BMW-Pause eingelegt hat", sagte er.