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Brandenburger CDU wirbt um Guggenheim Lab

Kreuzberger Union will das Projekt dagegen zurückholen

Die Christdemokraten in Friedrichshain-Kreuzberg würden das Guggenheim Lab gern wieder zurück nach Kreuzberg holen. Die Brandenburger CDU plädiert dagegen jetzt für den Standort Potsdam.

"Als Brandenburgerin würde ich mich freuen, wenn die Denkfabrik nach Potsdam kommen würde", teilte Saskia Ludwig, Landesvorsitzende der Märkischen Union, am Donnerstag mit. Für Potsdam und Brandenburg wäre das "ein wunderbares Signal" und auch für das Lab wäre Potsdam ein Gewinn. Weiter heißt es: "Uns Potsdamern liegt der offene Dialog sehr am Herzen." Es sei ein "trauriges Zeichen", dass das BMW Guggenheim Lab derzeit über einen neuen Standort nachdenken müsse. "Die Entscheidung der Guggenheim Stiftung, nicht in Kreuzberg die Zelte aufzuschlagen, ist angesichts der Androhungen absolut nachvollziehbar", sagte die Brandenburger CDU-Chefin.

Die CDU in Friedrichshain-Kreuzberg sieht das etwas anders. Mit einer parteiübergreifenden Resolution wollte die CDU-Fraktion in der Bezirksverordneten-Versammlung am Mittwochabend für den Kreuzberger Standort werben. "Themen sollten immer dort diskutiert werden, wo sie den Menschen unter den Nägeln brennen", sagte CDU-Fraktionschef Götz Müller. "Mit Blick auf das Guggenheim Lab gibt es dafür keinen besseren Ort als Friedrichshain-Kreuzberg."

Kritik an Initiatoren des Projektes

Der Antrag der CDU-Fraktion scheiterte jedoch. Linke, Grüne und Piraten lehnten die Initiative ab. "Der Text war auf linksradikale Gewalttäter fokussiert", sagte Grünen-Fraktionschef Florian Schärdel, "obwohl noch unklar ist, was für Gewaltandrohungen es waren." Die Polizei habe dazu auch keine genaueren Angaben gemacht. Ein Antrag der Linken-Fraktion zum Guggenheim Lab sei jedoch mit den Stimmen der Grünen beschlossen worden, sagte Schärdel. Darin heißt es, dass die Initiatoren des BMW Guggenheim Lab einer kritischen Diskussion aus dem Weg gegangen seien.