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Laufstil und Atmung

Anspruch "Es gibt keinen absolut richtigen Laufstil", sagt Laufexperte und Autor Lutz Aderhold ("Laufen!"). Man solle es also nicht übertreiben und den Sport verkomplizieren. "Anfänger können nicht viel falsch machen."

Haltungsfehler Es gebe aber typische Haltungsfehler, so Aderhold. Manche Hobbysportler sähen aus, als würden sie beim Joggen sitzen. Die Hüfte knickt ein, der Oberkörper ist sehr weit nach vorne gebeugt, die Arme wedeln in alle Richtungen. Wer so läuft, riskiert auf Dauer Beschwerden im Knie. Aderhold rät, darauf zu achten, dass man aufrecht läuft, der Oberkörper ist dabei nur leicht nach vorne gebeugt. Die Arme pendeln an den Seiten in Laufrichtung.

Kinder Wichtig ist, sein eigenes Tempo zu laufen, so der Experte. "Wer einen guten Laufstil sehen möchte, sollte sich Kinder anschauen. Die haben einen natürlichen Bewegungsablauf: kurzer Schritt, gute Hüftstreckung und viel Raumgewinn." Wenn Kinder keine Puste mehr haben, bleiben sie stehen. Genau das sollten Jogger machen, wenn sie Seitenstechen bekommen. "Gehpause einlegen, kurz verschnaufen, mit der Hand leicht auf die Seite drücken, weitermachen", rät Aderhold. Zwei einfache Tipps hat er: Sich vor dem Laufen nicht den Magen vollschlagen und nicht zu schnell laufen.

Rhythmus Viele Experten geben einen Atem-Schritt-Rhythmus vor. Zwei Schritte, einatmen, zwei Schritte ausatmen, oder gleich drei Schritte oder vier. "Alles Käse", sagt Aderhold. "Freizeitsportler sollten am besten gar nicht über die Atmung nachdenken. Erst mal anfangen", rät er. "Laufen ist ein einfacher Sport."