Lehrer

Einstellungsgarantie für Referendare in Mangelfächern

Angesichts des Lehrermangels garantiert Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) den fertig werdenden Referendaren in bestimmten Fachrichtungen zum August eine Anstellung an einer Berliner Schule. Eine ähnliche Einstellungsgarantie gab es bereits im vergangenen Jahr.

Mit dieser frühzeitigen Offensive soll die Abwanderung junger Lehrkräfte in andere Bundesländer verhindert werden. In den meisten anderen Bundesländern werden die Lehrer verbeamtet, in Berlin werden sie nur angestellt.

Die Garantie gilt vor allem für Pädagogen mit naturwissenschaftlichen Fächern und für Englischlehrer. Auch Sonderpädagogen für lernbehinderte und verhaltensgestörte Kinder haben einen Arbeitsplatz sicher. Voraussetzung ist, dass die Referendare die zweite Staatsprüfung mindestens mit der Note "Drei" bestehen.

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) begrüßt die Offensive. Ein solches Versprechen sei sinnvoll, da die Einstellungsverfahren in anderen Bundesländern oft früher abliefen, sagt Sigrid Baumgardt, Vorsitzende der GEW. Torsten Ullrich von der Initiative "Verbeamtung jetzt" meint hingegen, die Einstellungsgarantie habe allenfalls Symbolcharakter. Referendare mit den genannten Fächerkombinationen hätten de facto ohnehin eine Einstellungsgarantie, da gar nicht genügend Lehrer in diesen Fächern ausgebildet würden. Das Problem der Abwanderung werde damit nicht gelöst.