Öffentlicher Dienst

Trotz Warnstreiks bleiben alle Berliner Bäder offen

Der Warnstreik für die Beschäftigten der Kommunen und des Bundes wird Berlin kaum spürbar treffen. Die Bäderbetriebe gehen von 30 streikenden Mitarbeitern aus. "Alle Bäder bleiben am Netz", sagte der Sprecher der Bäderbetriebe, Matthias Oloew.

Der Warnstreik soll am heutigen Donnerstag zwischen sechs und neun Uhr stattfinden. "Wir gehen im schlimmsten Fall davon aus, dass am Morgen in dem ein oder anderen Hallenbad nur ein statt zwei Becken geöffnet sind", sagte Oloew.

Ver.di verhandelt derzeit für bundesweit rund zwei Millionen Beschäftigte im öffentlichen Dienst der Kommunen und des Bundes einen neuen Tarifvertrag aus. Die Dienstleistungsgesellschaft fordert 6,5 Prozent Lohnsteigerungen, mindestens aber 200 Euro mehr Gehalt und die Übernahme aller Auszubildenden.

Seit Montag finden im ganzen Bundesgebiet Warnstreiks statt. In Frankfurt am Main und Teilen Nordrhein-Westfalens wurde der öffentliche Nahverkehr bestreikt, in Rheinland-Pfalz traten Krankenhausmitarbeiter in den Streik. Nach Gewerkschaftsangaben beteiligten sich bislang 70.000 Mitglieder an dem Ausstand. Da die Berliner Verwaltung nicht im Tarifverband des öffentlichen Dienstes organisiert ist, betreffen die Verhandlungen in Berlin nur rund 45.000 Beschäftigte. Bestreikt werden nur die Bäderbetriebe. Ver.di hatte zu Wochenbeginn zu Warnstreiks aufgerufen. Am 12. März gehen die Tarifverhandlungen in Potsdam in die zweite Runde.