Feuerwehr

Mieterin stirbt bei Wohnungsbrand an der Donaustraße

Bei einem Wohnungsbrand ist in Neukölln eine schwer kranke Frau ums Leben gekommen. Das Feuer war am Sonntag gegen 9 Uhr aus noch ungeklärter Ursache in einer Zweizimmerwohnung im vierten Obergeschoss eines Mietshauses an der Donaustraße 109 ausgebrochen.

Die von einer Nachbarin gerufenen Einsatzkräfte durchsuchten sofort die bereits in voller Ausdehnung brennende 60-Quadratmeter-Wohnung. Die Feuerwehrleute entdeckten die 51 Jahre alte Wohnungsinhaberin Sylvia S. leblos im Badezimmer. "Wahrscheinlich wollte die Frau sich dort in Sicherheit bringen", sagte ein Feuerwehrsprecher. Die Versuche eines Notarztes, die Frau zu reanimieren, blieben vergeblich. Sylvia S. starb noch an der Einsatzstelle. Die anderen Mieter konnten sich selbst in Sicherheit bringen.

Das Feuer hatte sich auf das Dachgeschoss ausgeweitet, wo die Bodendielen in Brand geraten waren. Die Löscharbeiten wurden für die fast 40 Einsatzkräfte erschwert, da die Räume der 51-Jährigen mit Müll und zahllosen Gegenständen zugestellt waren wie in einer Messie-Wohnung. Nach Aussagen von Nachbarn dürfte dies mit dem schlechten gesundheitlichen Zustand der krebskranken Mieterin zusammenhängen, die seit mehr als drei Jahren sehr zurückgezogen in ihrer Zweiraumwohnung gelebt und ihre Unterkunft zuletzt kaum verlassen hatte. Lediglich ein Bruder habe seine kranke Schwester hin und wieder unterstützt. "Wir hatten bereits das Bezirksamt informiert und vergeblich darum gebeten, die Frau zu betreuen", sagte ein Anwohner der Berliner Morgenpost. Auch für zwei Nachbarn des Brandopfers hat das Feuer Folgen. Wegen der bei den Löscharbeiten entstandenen Wasserschäden sind ihre Wohnungen vorerst nicht bewohnbar.

Am Nachmittag entdeckten Feuerwehrleute in der Mörikestraße in Treptow kurz nach 17 Uhr eine leblose Frau im Flur ihrer Wohnung. Im Wohnzimmer der Toten fanden sich Spuren eines Schwelbrandes, der von selbst erloschen war. Vermutlich ist die Frau erstickt. Der Sohn des Opfers hatte zuvor erfolglos an der Tür geklingelt und die Feuerwehr gerufen.

( plet/pol )