Pyrotechnik

Rohrbombe explodiert am S-Bahnhof Hennigsdorf

Die Explosion einer Rohrbombe am Bahnhof Hennigsdorf hat am Wochenende zur Unterbrechung des S-Bahn-Betriebes geführt. Verletzt wurde bei der Detonation in der Nacht zu Sonnabend niemand. Der S-Bahn-Verkehr wurde für mehrere Stunden eingestellt.

Wie Bahnsprecher Burkhard Ahlert der Berliner Morgenpost sagte, gab es am Freitagabend gegen 23.20 Uhr im Bahnhofsbereich Hennigsdorf eine Detonation. Durch die Wucht der Explosion wurden die Scheiben eines Aufzuges zerstört. "Zum Glück befanden sich zu diesem Zeitpunkt keine Fahrgäste in dem Aufzug", sagte Ahlert. Durch den Sprengsatz, der eine enorme Wirkung erzielte, wurden mehrere Scheiben des Lifts zerstört, die Splitter flogen meterweit. Zeugen hatten sofort die Bundespolizei alarmiert, die dann auch die Unterbrechung des Zugverkehrs der Linie S 25 zwischen den Bahnhöfen Hennigsdorf und Heiligensee veranlasste. Bis 2.30 Uhr dauerte die Unterbrechung. Das Areal am Bahnhof wurde weiträumig abgesperrt. Eine sofortige Inspektion des Geländes durch die Bundespolizei ergab, dass dort keine weiteren Sprengkörper versteckt waren. Beamte des Bundeskriminalamtes suchten nach möglichen Spuren der Täter und des von ihnen verwendeten Materials. Ersten Erkenntnissen zufolge soll es sich bei dem Sprengsatz um ein etwa 20 Zentimeter langes Rohrstück, gefüllt mit Pyrotechnik, gehandelt haben. "Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund der Tat oder ein politisch motiviertes Vorgehen gibt es nicht", sagt ein Ermittler der Berliner Morgenpost. Wahrscheinlicher sei es, dass Jugendliche ohne jegliche politische Motive am Werk waren und den Sprengsatz zündeten.