Sozialpolitik

Familien mit drei Kindern sind selten in Berlin

Kürzlich hat eine Frau in der Charité ihr 14. Kind bekommen - statistisch gesehen eine Ausnahme. Denn die Großfamilie ist ein Auslaufmodell. Etwa 46 100 Familien mit drei oder mehr Kindern haben 2010 in Berlin gelebt. Das sind elf Prozent aller Familien in der Hauptstadt.

So steht es im Mikrozensus 2010 des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg. Im Berliner Durchschnittshaushalt lebten gerade mal etwa 1,7 Personen.

Dabei sind die Hilfe- und Beratungsangebote vielfältig: Wenn sie Probleme, Sorgen oder Fragen haben, können sich Familien in Berlin an 25 Beratungsstellen wenden. In der Senatsverwaltung für Bildung ist man besonders stolz auf die Anlaufstellen sowie die interkulturellen Angebote und Kenntnisse der Mitarbeiter. "Um diese gut ausgebaute und vertraglich gesicherte Struktur beneiden uns andere Städte", sagte eine Sprecherin der Verwaltung. Damit Kultur- und Freizeitveranstaltungen auch mit mehreren Kindern bezahlbar sind, gibt es den Super-Ferienpass und den Berliner Familienpass. Der Eintritt für Schwimmbäder, Kinos, Zoos und andere Sehenswürdigkeiten wird damit günstiger. "Generell ist für Kinder unter 18 Jahren der Besuch der Staatlichen Museen in Berlin kostenfrei", ergänzte die Sprecherin.

Für Kinder aus Familien mit geringem Einkommen bietet die Bundesregierung seit dem 1. April das Bildungspaket an. Mit dem Geld soll gesichert werden, dass auch arme Kinder an Mittagessen und Veranstaltungen in Schule und Kita teilnehmen können. Außerdem sollen die Eltern mit diesem Geld Dinge wie Schulmaterialien, Nachhilfeunterricht und Sportverein bezahlen.