Arten

Welcher Baum ist der richtige für mich?

Grundsätzlich gilt: Je später der Baum geschlagen wird, desto länger bleibt er frisch. Günstige Angebote in Baumärkten beziehen sich meist auf bereits vor längerer Zeit gefällte und nach Berlin transportierte Ware. Oft kommen diese Bäume aus Dänemark.

Nordmanntanne

Der Baum verdankt seinen Namen dem finnischen Biologen Alexander von Nordmann und wird von 80 Prozent der deutschen Weihnachtsbaumkäufer bevorzugt. Die Nadeln pieksen wenig, sind dunkelgrün und fallen nicht so schnell herab (Haltbarkeit drei bis vier Wochen). Die Zweige sind gleichmäßig gewachsen.

Blaufichte

Günstiger und unter anderem deshalb auch beliebt ist dieser auch Blautanne genannte Baum. Die Nadeln duften intensiv, stechen aber und fallen nach acht bis zehn Tagen ab.

Nobilistanne

Der Baum gilt als edel, weil er schön duftet, weiche Nadeln hat und dicht gewachsen ist. Haltbarkeit: vier bis sechs Wochen. Preislich liegt er etwas über der Nordmanntanne.

Rotfichte

Sie gehört zu den preislich günstigsten Weihnachtsbäumen, nadelt dafür aber sehr schnell. Als schlanker Baum passt die Rotfichte in enge Räume, der Wuchs ist oft nicht so gleichmäßig wie bei der Blaufichte.

Kiefer

Lange haltbar auch in warmen Räumen, ist die Kiefer dennoch weniger beliebt, weil die Zweige schwer mit Weihnachtsbaumschmuck zu behängen sind. Dafür duften die Nadeln gut.

Douglasie

Ebenfalls etwas für geschickte Hände ist dieser stark nach Zitrus duftende Baum, dessen dünne und biegsame Zweige nur leichten Schmuck tragen können. Sie hält sich in warmen Räumen eine gute Woche und kostet meist etwa so viel wie die Blaufichte.

Tipps zum Kauf und Aufstellen

Je heller die Schnittfläche ist, desto frischer ist der Baum. Auch durch das Streichen über die Nadeln entgegen der Wuchsrichtung lässt sich feststellen, ob sie noch fest sitzen.

Den Transport übersteht der Baum am ehesten in ein Netz verpackt. Beim Festzurren auf dem Autodach sollte die Baumspitze nach hinten zeigen. Auch im Kofferraum muss das gute Stück mit Gurten befestigt werden. Ragt der Baum über das Auto hinaus, ist ab einem Meter Überstand eine Warnflagge vorgeschrieben, im Dunkeln sogar eine rote Lampe. Vorn und seitlich darf der Baum nicht überragen.

Wer seinen Weihnachtsbaum bis zum Fest frisch halten will, sollte ihn ins Wasser stellen und an einem kühlen, windgeschützten und frostfreien Platz lagern. Damit der Stamm Wasser ziehen kann, muss zuvor allerdings eine Scheibe unten abgesägt werden, denn die Poren an der Schnittfläche verschließen sich schnell.

Steckt der Baum in einem Netz, können sich die Zweige besser "aushängen", wenn das Grün bereits einen Tag vor dem Fest von unten nach oben von dem Gebinde befreit wird. Schnelles Nadeln lässt sich verhindern, wenn der Baum langsam an den Wechsel zu den warmen Innentemperaturen gewöhnt wird. Hilfreich ist auch ein regelmäßiges Besprühen mit einem Wasserzerstäuber sowie ein paar Löffel Zucker im Wasserbad.

Das Wichtigste beim Aufstellen ist natürlich der sichere Stand. Eine zusätzliche Befestigung an der Wand kann hilfreich sein. Bei echten Kerzen gilt: einen Wassereimer in Reichweite halten, außerdem auf Gardinen und Polstermöbel achten.

Haustiere können ebenfalls zur Gefahr werden. Zur Sicherheit lassen sich Brandmelder leicht unter der Decke befestigen, sie gibt es im Baumarkt. Lichterketten sollten ein GS-Zeichen für geprüfte Sicherheit tragen.