Tag der Menschenrechte

300 Menschen bei Protestmarsch gegen Neonazi-Morde

Zum Internationalen Tag der Menschenrechte haben am Sonnabend in Berlin mehrere hundert Menschen gegen Rassismus demonstriert.

Mit dem Protestmarsch, der im Bezirk Mitte vom Alexanderplatz zum Brandenburger Tor führte, habe man auch Solidarität mit den Opfern der Zwickauer Neonazi-Zelle zeigen wollen, erklärte der Migrationsrat Berlin-Brandenburg als Veranstalter. Augenzeugen sprachen von etwa 200 bis 300 Teilnehmern. Zwischenfälle gab es nach Angaben der Polizei keine.

Die Demonstration stand unter dem Motto "Nein zu Rassismus - in Politik, Alltag und Institutionen". Rassismus habe nicht erst mit der Mordserie der Zwickauer Terrorzelle begonnen. Seine Wurzeln seien tief in den Köpfen verankert, hieß es im Vorfeld der Veranstaltung. An dem Aufruf gegen Rassismus hatten sich mehr als 50 Personen und Organisationen beteiligt, darunter auch die Verbände der Grünen und der Linken sowie die Bildungsgewerkschaft GEW.