Feuerwehr

Brand in einem Dachgeschoss: 25 Mieter evakuiert

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Ein Brand in einer Dachgeschosswohnung an der Stralauer Allee 20 in Friedrichshain hat am Sonnabendmorgen einen Großeinsatz der Berliner Feuerwehr ausgelöst. Gegen 7.20 Uhr wurde die Feuerwehr alarmiert, die mit rund 90 Mitarbeitern zum Einsatzort fuhr.

Sie konnten schnell ein Übergreifen des Feuers auf den Seitenflügel und die unteren Etagen des fünfgeschossigen Altbaus verhindern. Das Mehrfamilienhaus musste jedoch vollständig evakuiert werden. Personen wurden nicht verletzt.

"Wir haben die 25 evakuierten Personen vorläufig in unserem Feuerwehrreisebus untergebracht", sagte Pressesprecher Stephan Fleischer. "Elf von ihnen haben in Eigeninitiative eine Bleibe gefunden, für die anderen 14 Personen sucht das Bezirksamt Notunterkünfte." Nach Angaben des Sprechers sind weder die Dachgeschosswohnung noch die unmittelbar darunter liegende Wohnung bewohnbar. Bereits am Mittag hatte die Bauaufsicht des Bezirks am Brandort erste Untersuchungen vorgenommen. Sie wird alle Wohnungen des Hauses auf die Bewohnbarkeit und eine mögliche Einsturzgefahr hin überprüfen.

Bis in den Nachmittag hinein war die Feuerwehr im Einsatz und die Stralauer Allee in beiden Fahrtrichtungen komplett gesperrt. Für diesen Einsatz wurde auch das größte Fahrzeug der Löschflotte angefordert, der Teleskopmast-Transporter.

"Da es sich um ein nachträglich gebautes Dachgeschoss handelt, müssen sämtliche Decken und Wände rausgerissen und die Zwischenräume nach möglichen Glutnestern abgesucht werden", sagte Fleischer. "Dafür nutzen wir die Einsatzmöglichkeiten des Teleskopmastes."

Ersten Erkenntnissen zufolge breitete sich das Feuer von einer brennenden Couch auf einem der Balkone auf das Haus aus. Nach Aussagen von Zeugen sollen ein Mann und zwei Frauen noch versucht haben, das brennende Sofa zu löschen. Sie flohen aber vor den Flammen. Die Dachgeschosswohnung wird nach Angaben von Nachbarn von Studenten als Wohngemeinschaft genutzt.

Feuer in Marienfelde

Bei einem Brand in einem dreigeschossigen Wohnhaus an der Hildburghauser Straße 16 in Marienfelde haben sich am Freitagabend sechs Personen eine Rauchgasvergiftung zugezogen. Gegen 22 Uhr hatten Anwohner das Feuer entdeckt. Beim Eintreffen der insgesamt drei Rettungsstaffeln brannte bereits ein ungefähr 25 Quadratmeter großes Wohnzimmer im zweiten Obergeschoss. "Die Mieterin der Wohnung musste von einem Notarzt reanimiert werden", sagte ein Sprecher der Feuerwehr. "Sie wurde zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht." Vier weitere Personen, unter ihnen zwei Kinder sowie ein Polizist, wurden in Krankenhäuser gebracht. Der Brand wurde nach 45 Minuten unter Kontrolle gebracht. In beiden Fällen sollen glimmende Zigaretten die Brände ausgelöst haben.