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Sackgasse Ostkreuz

Verzögerung Stellwerkstechnik aus Reichsbahntagen bringt die Terminplanung der Bahn am Ostkreuz durcheinander. Der Umbau der alten Sicherungsanlagen für die S-Bahn-Linien S 3, S 5, S 7 und S 75 konnte nicht wie geplant am vergangenen Wochenende beendet werden. Jetzt muss nachgebessert werden. Leidtragende sind die Nutzer der Linie S 3 mit Mobilitätseinschränkungen, insbesondere Rollstuhlfahrer und gehbehinderte Senioren mit Rollator. Für sie wird die wichtige Umsteigestation im S-Bahn-Netz wochenlang zur Sackgasse.

Versperrte Route Wie berichtet wird die S 3 ab dem Fahrplanwechsel von Osten kommend für vier Jahre am Ostkreuz enden. Schon die eigentlich geplante barrierefreie Route führte über einen Umweg. Wer mit der S 3 in Ostkreuz ankommt, sollte vom selben Bahnsteig mit einem Zug der Linien S 5, S 7 oder S 75 eine Station stadtauswärts fahren, um dann erneut in einen Gegenzug Richtung City umzusteigen. Selbst dies ist durch die Stellwerksprobleme nun unmöglich. Alle Züge der Linien S 5, S 7 und S 75 müssen bis auf Weiteres vom nördlichen Bahnsteig D fahren.

Bus-Shuttle Die S 3 kommt dagegen am südlichen Bahnsteig E an. Dazwischen liegen zwei Treppenübergänge - ein unüberwindliches Hindernis für Rollstuhlfahrer. Spätestens vom 16. Januar an soll die eigentlich geplante Verkehrsführung realisiert werden. In ihrer Mobilität eingeschränkte Fahrgäste müssen bis dahin gut planen. Zwischen Rummelsburg und Lichtenberg soll ein Bus-Shuttle-Service fahren, allerdings nur nach telefonischer Anmeldung. Die Telefonnummer dafür steht noch nicht fest, soll aber in Kürze veröffentlicht werden.