Restbestände

590 000 Impfdosen gegen Schweinegrippe werden vernichtet

Aus Berlin werden rund 590 000 überzählige Impfdosen gegen die Schweinegrippe wegen des abgelaufenen Verfallsdatums vernichtet.

Rund 10,7 Millionen Euro musste das Land für den nicht verbrauchten Impfstoff bezahlen, bestätigte die Gesundheitssenatsverwaltung am Dienstag.

Am selben Tag begann in Magdeburg die zentrale Entsorgung von Restbeständen aus dem gesamten Bundesgebiet. Ursprünglich hatte Berlin 1,4 Millionen Impfdosen bestellt, 737 000 waren geliefert worden und mussten bezahlt werden. Doch weniger als 150 000 der 3,8 Millionen Berliner ließen sich tatsächlich impfen - auf den restlichen rund 590 000 Impfdosen blieb das Land sitzen.

Gründe für die Impfzurückhaltung waren der unerwartet milde Verlauf der Infektion, aber auch kontroverse und wechselnde Expertenmeinungen.

Obwohl der Impfstoff zwei Jahre haltbar war, wurde er in der Grippesaison im Herbst/Winter 2010/2011 schon nicht mehr eingesetzt. Der Grund dafür: Der für den zurückliegenden Grippewinter maßgeschneiderte Impfstoff Vakzin erhielt auch bereits eine Komponente gegen den Schweinegrippe-Erreger (H1N1).