Expansion

Helios-Gruppe kauft weiteres Unternehmen hinzu

Die Helios Kliniken Gruppe wächst weiter. Durch Zukauf eines Hauptaktienpakets bei der Damp Gruppe hat sie ihr Territorium im Norden Deutschlands ausgeweitet. Seit Monaten war spekuliert worden, wer bei der Damp Holding AG investieren würde. Das Unternehmen besitzt elf Reha- und Akutkliniken in Schleswig-Holstein und in Mecklenburg-Vorpommern.

"Bis auf das Haus in Wismar werden wir alle Kliniken in unseren Konzern integrieren", sagte Helios-Sprecherin Kerstin Kröning am Mittwoch. Zuletzt erwarb das Unternehmen das Krankenhaus Rottweil im Schwarzwald. Als neuer Hauptanteilseigner erweitert Helios bei Damp sein Portfolio - der Hamburger Konzern erwirtschaftet auch im Tourismus Gewinne.

Im Vorfeld war in Fachkreisen spekuliert worden, welcher der großen Gesundheitsakteure neuer Hauptaktionär werden würde. Interesse soll neben der Sana Kliniken Gruppe auch der Klinikverbund Asklepios gehabt haben. Über den Preis des Aktienpakets wollten Helios und Damp sich am Mittwoch nicht äußern.

Der Zukauf bestätigt den Trend zur Vernetzung großer Gesundheitskonzerne in Deutschland, die die Privatisierung von Krankenhäusern weiter begünstigen. In Hamburg zeigte man sich über den Hauptaktionärswechsel erfreut. "Helios ist einer der großen privaten Gesundheitsdienstleister in Europa und verfügt über die nötige Finanzkraft, um eine stabile Weiterentwicklung der Einrichtungen der Unternehmensgruppe Damp zu gewährleisten", sagte Damp-Vorstandsvorsitzender Hermann Schleifer. Auch die Verbindung zum Mutterkonzern Fresenius sei förderlich. Fresenius vertreibt weltweit Produkte und Dienstleistungen für Krankenhäuser und ambulante Versorger.

Änderungen für Berlin wird es nicht geben. Zur Helios Kliniken Gruppe gehören zurzeit 44 Akut- und 20 Reha-Kliniken sowie 30 Medizinische Versorgungszentren. In Berlin sitzt die Firmenzentrale, zwei Kliniken sind am Standort Buch und in Zehlendorf ansässig. Zuletzt geriet der Konzern in negative Schlagzeilen. Mehrere Helios-Ärzte stehen im Verdacht, Abrechnungsbetrug begangen zu haben.