Berliner Verwaltung

Dienstwagen vieler Senatoren nicht klimafreundlich

Die Dienstwagen der Berliner Verwaltung sind klimafreundlicher geworden, doch insgesamt noch immer weit von den Umweltvorgaben der Europäischen Union entfernt.

Das geht aus einer Antwort von Umweltstaatssekretär Benjamin Hoff (Linke) auf eine parlamentarische Anfrage der Grünen hervor. Danach belasten die 619 Pkws und leichten Nutzfahrzeuge, die die Senats- und Bezirksbehörden von 2008 bis 2010 neu angeschafft haben, die Umwelt durchschnittlich mit einem Kohlendioxidausstoß von 197 Gramm je Kilometer und Fahrzeug. Der Wert liegt geringfügig unter dem Durchschnitt des gesamten Berliner Verwaltungsfuhrparks von 221 Gramm CO2/km. Die Zielvorgabe der EU wird jedoch verfehlt. Brüssel fordert, dass Neuwagen im Schnitt nicht mehr als 140 Gramm CO2/km ausstoßen, ab 2012 gilt als Obergrenze ein CO2-Ausstoß von 120 Gramm je Kilometer.

Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) erweist sich im Senat wie schon in den vergangenen Jahren nicht als Vorbild. Sein Dienstwagen, ein 7er-BMW mit mehr als 400 PS, stößt mit 298 Gramm/km mit Abstand das meiste Kohlendioxid aus. Das Gas wird von Umweltschützern maßgeblich für negative Klimaveränderungen in der Welt verantwortlich gemacht. Die Senatskanzlei verweist stets darauf, dass Wowereits Limousine aus Sicherheitsgründen gepanzert sei und deshalb einen leistungsstärkeren Motor benötige. Dieses Argument lässt der Grünen-Abgeordnete Michael Schäfer indes nicht gelten. Der Dienstwagen von Innensenator Ehrhart Körting (SPD) sei ja auch gepanzert und belaste die Umwelt deutlich weniger.