Carsharing

Bahn setzt auf E-Mietautos

Zehn Jahre nach dem Einstieg ins Carsharing-Geschäft zieht die Deutsche Bahn eine positive Bilanz. "Das Auto verliert als Statussymbol an Wert. Carsharing ist für viele Menschen inzwischen eine Alternative", sagt Bahn-Chef Rüdiger Grube.

Mit dem Ausleihdienst "Flinkster" und 170 000 Kunden ist die Bahn Marktführer. Beim Carsharing können sich Kunden in Großstädten für bestimmte Zeit ein Auto ausleihen und nutzen. Abgestellt werden die Wagen wieder an bestimmten Punkten in der Stadt. Abgerechnet wird nach Zeit und Spritverbrauch. In Berlin setzt der Konzern verstärkt auf elektrische Antriebe. Von den 180 Wagen werden 53 mit Strom betrieben. 22 000 Hauptstädter nutzen laut Bahn das Mietsystem. Zum Carsharing-Umsatz wollte sich die Bahn nicht äußern. "Wir schreiben schwarze Zahlen", so Grube. Laut Bundesverband Carsharing liegen die Wachstumsraten bei zwanzig Prozent jährlich. Der Verband rechnet bis zum Jahr 2012 mit bundesweit 225 000 Nutzern, derzeit sind es 190 000. Vor allem junge Großstädter leihen sich Autos anstatt sie zu kaufen. Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer von der Uni Duisburg-Essen sieht im Carsharing "die Zukunft der Großstadtmobilität". "Der Markt entwickelt sich rasant", sagte er der Berliner Morgenpost. fh