Bildung

Tipps aus erster Hand für Studium und Berufsalltag

Rund 180 Schülerinnen und Schüler ab der 9. Jahrgangsstufe haben sich am Sonnabend an der Humboldt-Universität über den Alltag in akademischen Berufen informiert. Der "Club XXIème siècle Berlin e.V. - Diversity 21" hatte den Informationsnachmittag an der Uni bereits zum zweiten Mal organisiert.

Der Club ist eine unabhängige, überparteiliche und überkonfessionelle Initiative von Führungskräften, die berufliche Erfolgsbiografien von Menschen aus Zuwandererfamilien fördern wollen.

Eine Schülerin, die Tipps aus erster Hand haben wollte, war die 17 Jahre alte Sarah Schultze von der Martin-Buber-Oberschule aus Spandau. "Ich möchte mich ganz gezielt zu den Themen Journalismus und Medien informieren." Neben diesen Themengebieten waren auch Vertreter verschiedener Berufe aus den Bereichen Medizin, Jura, Unternehmensmanagement und Ingenieurswesen anwesend. Sie standen den Nachmittag über für persönliche Gespräche zur Verfügung. Sie gaben Informationen zum Berufsalltag und vermittelten einen Überblick über Studienmöglichkeiten. "Die Veranstaltung ist für alle offen, wir richten uns aber überwiegend an die jungen Menschen, die keine Akademiker in ihren Familien haben", sagte Jacqueline Hénard. "Wir wollen junge Talente ermutigen und für ein Studium gewinnen, auch wenn sie aus bildungsfernen Familien kommen." Hénard ist Gründungspräsidentin der Berliner Initiative und Vorstandsmitglied der französischen Vereinigung. Beide Initiativen arbeiten eng zusammen.

Als Ansprechpartner zu den Berufen im Journalismus und den Medien standen die stellvertretende Chefredakteurin des zweisprachigen Magazins "ParisBerlin", Hanna Irmisch, und Rudolf Porsch, stellvertretender Direktor der Axel Springer Akademie, für Fragen zur Verfügung. Wie die anderen Führungskräfte auch, waren sie ehrenamtlich dabei und wollten Mut zum Studieren machen. "Bitte traut euch, einen journalistischen Weg einzuschlagen", sagte Porsch den jungen Menschen. "Unsere Akademie ist offen für Bewerber aus allen Ländern."