Ermittlungen

Vermisste Frau: Ehemann unter Mordverdacht

Die seit Wochen vermisste Kolumbianerin Julissa Andrea Javela Valencia ist offenbar Opfer eines Verbrechens geworden.

Am Freitagvormittag wurde Helmut K., der Ehemann der 32-Jährigen, festgenommen. Er gilt als dringend tatverdächtig und soll am Sonnabend einem Haftrichter vorgeführt werden. Unbestätigten Meldungen zufolge soll er die Beamten der 3. Mordkommission am späten Abend nach stundenlangen Vernehmungen zu der am Schwarze-Pumpe-Weg in Marzahn vergrabenen Leiche geführt haben.

Nachdem der Fall zunächst von der Vermisstenstelle des Landeskriminalamtes (LKA) bearbeitet wurde, hatte die Mordkommission Anfang November die Ermittlungen übernommen. Am Freitagvormittag wurde die Wohnung von Helmut K. am Röttgenring in Neu-Hohenschönhausen von Ermittlern und Mitarbeitern der Spurensicherung stundenlang durchsucht. Gleichzeitig wurde auch ein in der Nähe gelegener Betriebshof des Grünflächenamtes Lichtenberg durchsucht. Die Polizei vermutete, dass dort möglicherweise die Leiche der verschwundenen Frau abgelegt worden war. Die Durchsuchung blieb jedoch erfolglos.

Die Frau wurde zuletzt am 3. Oktober von einer Freundin in ihrer Wohnung an der Landsberger Allee gesehen, wohin sie nach der Trennung von ihrem Ehemann gezogen war. Seither fehlte von der Mutter zweier Kinder jede Spur. Im Laufe der Suche habe sich der dringende Verdacht eines Tötungsdeliktes ergeben, sagte eine Polizeisprecherin am Freitagabend. Weitere Einzelheiten nannte sie zunächst nicht. Nach Informationen der Berliner Morgenpost geht die Mordkommission von einer Beziehungstat mit Eifersucht als Motiv aus. Nach der Trennung habe es zwischen den Eheleuten, die gemeinsam eine Firma betrieben, häufiger heftige Auseinandersetzungen gegeben, berichteten Bekannte des Ehepaares. Weiter Hinweise nährten dann den Verdacht gegen den Ehemann.