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Winterhilfe für die S-Bahn

Ausfälle Eine Mischung aus Wartungsmängeln und Konstruktionsfehlern sorgten bei der Berliner S-Bahn in den vergangenen Wintern für teilweise chaotische Zustände. Zeitweilig waren nur noch 219 von 650 Doppelwagen einsatzbereit.

Antriebe Als besonders anfällig erwiesen sich die Fahrmotoren. Eindringender Schnee sorgte für Störungen in der Elektronik. Wechselte die S-Bahn im Vorjahr Motoren nur nach einem Ausfall aus, lässt sie nun die Antriebe der gesamten Fahrzeugflotte nach und nach erneuern.

1929 Fahrmotoren sind inzwischen durch aufgearbeitete ersetzt worden. Weitere 600 sollen bis zum Februar 2012 ausgetauscht werden. Die offenen Antriebscontainer im unteren Bereich der Triebwagen der Baureihe 481 sollen zudem durch spezielle Filtermatten vor Eis und Schnee geschützt werden. Eine dauerhafte Lösung dieses Technikproblems wird noch erprobt. Besandungsanlagen sollen für ausreichend Haftreibung zwischen Rad und Schiene sorgen. Wenn sie einfrieren, dürfen die Züge maximal mit 60 Kilometer pro Stunde statt der üblichen 80 km/h fahren und können so den Fahrplan oft nicht einhalten. Heizungen und Funktionskontrollen sollen Abhilfe schaffen, doch erst 200 von 570 Zügen mit Besandung sind umgerüstet.

Fahrplan Diese sollen auf wichtigen Linien zum Einsatz kommen, die auch im Winter mit Tempo 80 befahren werden sollen. Dazu gehören die S 25, S 5 und die S 7, die während der Bauarbeiten an der Grunewald-Strecke den Regionalverkehr zwischen Charlottenburg und Wannsee ersetzen müssen und daher zuverlässig fahren sollen.