Feiertage

Kaufhäuser erwarten Ansturm am Montag

Die Einzelhändler in Berlin profitieren von einer gestiegenen Kauflust.

"Wir können ein leichtes Umsatzplus gegenüber dem Vorjahr bestätigen", sagt Marcus Eggers, Centermanager der Potsdamer Platz Arkaden. Die Entwicklung sei im Moment gut. Der Manager vermutet, dass der positive Umsatztrend vor allem der boomenden Tourismusbranche zu verdanken ist. Angesichts der Krise sei es für ihn beruhigend zu wissen, dass "sich die Einkaufsgepflogenheiten nicht negativ entwickelt haben". Auch in den Spandau Arcaden ist das gute Konsumklima spürbar. "Die Kauflaune ist groß, besonders im Moment", sagt Centermanager Volker Ahlefeld. Von Krise keine Spur.

"Die guten Arbeitsmarktdaten, steigende Touristenzahlen und ein stabiles Konsumverhalten sorgen in diesem Jahr für ein Umsatzplus von 2,5 Prozent in Berlin", sagt Nils Busch-Petersen, Sprecher des Einzelhandelsverbandes Berlin-Brandenburg. Die Leute ließen sich offenbar nicht von der globalen Finanzkrise verwirren. "Die Berliner vertrauen ihrer wirtschaftlichen Situation", sagt Busch-Petersen.

Für ein gewaltiges Umsatzplus wird noch einmal der Reformationstag am Montag sorgen. "Dieser Tag ist immer ein Ausreißer aus den normalen Geschäftstagen", so der Hauptgeschäftsführer des Einzelhandelsverbandes. Viele Berliner Geschäfte haben sich auf den Tag extra vorbereitet. "Montag wird der bislang umsatzstärkste Tag des Jahres werden", sagt Detlef Steffens, Centermanager vom Galeria Kaufhof am Alexanderplatz. Das liege nicht nur am Reformationstag, sondern auch an Allerheiligen am darauffolgenden Tag. Dadurch hätten viele andere Bundesbürger einen Brückentag, was einen Kurztrip nach Berlin ermöglicht. Bereits am Sonnabend habe er einen starken Zulauf von Touristen bemerkt. Galeria Kaufhof ist vorbereitet. Alle Kassen seien am Montag besetzt, sagt Steffens. Da wegen des Feiertags in anderen Bundesländern keine Ware eintreffe, könnten auch die sonst im Lager arbeitenden Mitarbeiter Kunden betreuen. Mit einem "erhöhten Umsatztag" rechnet auch Volker Pesarese, Geschäftsführer von Karstadt an der Steglitzer Schloßstraße. "Unser Regale und Lager sind voll", sagt Pesarese. Jetzt schon vom Weihnachtsgeschäft zu sprechen halte er allerdings für verfrüht. Gelassenheit dagegen im KaDeWe an der Tauentzienstraße. Man rechne mit einem vollen Haus, heißt es aus dem Kundenservice. Dennoch werde es ein "ganz normaler Montag" sein. Besondere Aktionen seien nicht geplant. Das Weihnachtsgeschäft sei hingegen schon in voller Vorbereitung. In diesem Jahr soll das Thema Märchen im Mittelpunkt stehen.

Inoffiziell beginnt das Weihnachtsgeschäft in Berlin schon Anfang November, sagt Nils Busch-Petersen. Er empfiehlt aber, Außendekorationen erst nach Totensonntag am 20. November einzuschalten. In den Geschäften könne schon vorher dekoriert werden. Die Geschäfte dürfen nur an zwei Adventssonntagen - dem zweiten und vierten Sonntag - öffnen.