Vorbestellungen

Mit ".berlin" ins Internet

Das Interesse an den neuen Internetadressen, die mit ".berlin" enden, ist ungebrochen.

Gut vier Monate nach der Freigabe sogenannter Top-Level-Domains gebe es schon mehr als 23 700 Vorbestellungen für die Hauptstadtendung, sagte Thomas Neumann von der United Domains, einer der größten Registrierungsfirmen für Internetadressen, in Starnberg. Voraussichtlich ab 2013 könnten die neuen Internetadressen vergeben werden.

Experten rechnen weiter mit einer hohen Nachfrage nach Internetadressen mit der Endung ".berlin". "Es gibt bereits etwa 150 000 Domains, die das Wort Berlin enthalten", sagte der Geschäftsführer der auf Internetadressen spezialisierten Firma Minds + Machines, Caspar von Veltheim. Deshalb seien die bisherigen Vorbestellungen ausbaufähig. In einigen Jahren könnten bis zu 300 000 Registrierungen im Zusammenhang mit der Hauptstadt im Internet zu finden sein.

Der Städtevergleich zeigt, dass unter den Adressen mit regionalem Bezug die Nachfrage nach ".berlin" am größten ist. Unternehmer und Privatpersonen in Hamburg haben nach Angaben von United Domains bislang mehr als 6000 Adressen mit der entsprechenden Endung ".hamburg" reserviert. Für Köln seien es fast 6000 und für das Bundesland Bayern 18 400. Die Endung ".berlin" sei nicht zuletzt deshalb interessant, weil "sie auch auf Englisch funktioniert und das Wort Berlin nicht erst übersetzt werden muss", erklärte von Veltheim.

Mitte Juni hatte sich die ICANN (Internet Corporation for Assigned Namens und Numbers) auf die Vergabe neuer Domain-Endungen verständigt. Nach Angaben der Organisation sollen bis Ende nächsten Jahres Hunderte neuer Endungen geschaffen werden.

Mit der Einführung der Hauptstadtadresse wird sich nach Experteneinschätzung das Land Berlin Adressen wie "buergermeister.berlin" oder "senat.berlin" vorbehalten. Unternehmen, Vereine oder Organisationen können sich ebenfalls bewerben und sich Domains wie "hotel.berlin" oder "fussball.berlin" sichern.