Restauration

Sponsoren retten das Grab Karl Friedrich Schinkels

Das originalgetreu restaurierte Grabmal des preußischen Architekten und Stadtplaners Karl Friedrich Schinkel (1781 -1841) kann seit Donnerstag wieder auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof an der Chausseestraße in Mitte besichtigt werden.

Im Rahmen einer Feierstunde wurde das Ehrengrab nach drei Jahren Vorbereitungs- und Restaurierungsarbeiten wieder in die Verantwortung des Landes Berlin übergeben. Auf Initiative der Karl-Friedrich-Schinkel-Gesellschaft wurde das Grabmal des preußischen Baumeisters im Einvernehmen mit dem Landesdenkmalamt Berlin komplett überarbeitet. Das Grabdenkmal wurde nun wieder annähernd in den Zustand versetzt, wie es damals Freunde und Verehrer des Baumeisters 1843, zwei Jahre nach seinem Tod, für ihn gebaut hatten. Die Kosten für die Überarbeitung belaufen sich auf 50 000 Euro. Rund die Hälfte übernahm das Landesdenkmalamt. Spenden und Sponsoren ermöglichten der Karl-Friedrich-Schinkel-Gesellschaft die Finanzierung der zweiten Hälfte. Zu den Sponsoren des Projekts gehören unter anderem die Friede Springer Stiftung sowie die Hermann-Reemtsma-Stiftung. Dem Architekten Diether Kinzel ist es gelungen, die Original-Entwürfe für das Denkmal und die Gruft ausfindig zu machen.

"Zu Beginn meiner Forschungen vor drei Jahren war noch völlig offen, was und wie viel von der Grabstätte originalgetreu erhalten geblieben war", sagt Kinzel. "Die Quellenforschung hat viele Hinweise auf Zerstörungen und Verluste durch Revolutionen, Bombardements, Diebstahl und Vandalismus ergeben."

Bei der Auswertung alter Fotografien fand man auch heraus, dass die Frau des Baumeisters, die vor 150 Jahren starb, neben ihrem Mann sowie zwei ihrer Töchter beerdigt wurde. Jahrzehntelang deutete nichts auf ihren Verbleib hin. Ein Liegestein aus demselben Bornholmer Granit, aus dem auch die Stele über der Gruft des Baumeisters gefertigt wurde, erinnert an Susanne Schinkel.