Programm

Radio Eins: Kein Sendeplatz mehr für den Namensforscher

Um 11.30 Uhr am Freitagvormittag ist es vorbei gewesen.

Nach fast genau 13 Jahren und 3000 Sendungen meldete sich der Leipziger Namensforscher Jürgen Udolph zum letzten Mal unter dem Titel "Numen, Nomen, Namen" bei Radio Eins, um Hörern die Bedeutung und Herkunft ihres Familiennamens zu erklären. Mit Wehmut, aber auch "mit großer Dankbarkeit" nehme er Abschied vom Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB), sagte Udolph. Der RBB hatte das Format 1998 entwickelt und Udolph damit bekannt gemacht. Inzwischen ist der gebürtige Berliner und emeritierte Professor bei Radiostationen in fünf Bundesländern sowie in Wien mit seinem Hörerservice präsent.

Etwa 3000 Namensrätsel hat Udolph für Radio Eins gelöst.

Oftmals bekam der Namenskundler sein Untersuchungsobjekt erst in der Sendung präsentiert. "Da wurden zwei Musiktitel gespielt und dann musste ich mich äußern", erinnert sich der 68-Jährige. Kuriose Namen befanden sich darunter wie "Rescheiße", "Sünderhauff" und "Pinkepanke", alle mit dem Berufsbild des Schmieds verbunden. Auch Prominenten wie Rosa von Praunheim, Klaus Wowereit oder Franziska van Almsick erklärte Udolph ihre Namen.

Der RBB teilte mit, dass es nach 13 Jahren an der Zeit sei, neue Impulse im Programm zu setzen. Ab Herbst, so eine Sprecherin, werde Jürgen Udolph zudem bei Radio Brandenburg zu hören sein. Er bleibt also seinen Fans in der Region erhalten.

( Che/fe/Che/fe )