Kriminalität

Mann bangt um Auge nach fremdenfeindlichem Überfall

Nach einer fremdenfeindlichen Pöbelei in Kreuzberg könnte ein Mann auf einem Auge blind bleiben. Der 40-Jährige war am Freitagabend mit einem Begleiter auf dem Erkelenzdamm unterwegs, als zwei Männer auf sie zukamen und den "Hitler-Gruß" zeigten.

Die vier Männer gerieten in Streit. Einer der Angreifer stieß dem 40-Jährigen seinen Regenschirm ins Gesicht und flüchtete. Der Mann wurde schwer am Auge verletzt und musste im Krankenhaus notoperiert werden. Eine Erblindung des Auges wird laut Polizei nicht ausgeschlossen. Einen weiteren fremdenfeindlichen Übergriff gab es in Spandau. Zwei Frauen im Alter von 21 und 22 Jahren wurden am Freitag wegen ihres türkisch-arabischen Aussehens in einem Einkaufszentrum an der Klosterstraße beleidigt und geschlagen. Ein älterer Mann hatte sich zu ihnen auf eine Bank gesetzt. Als die Frauen sich wegsetzten, kam es zum Streit. Der Unbekannte schlug der 22 Jahre alten Frau mit dem Gehstock auf den Oberschenkel und entriss ihr das Handy, als sie die Polizei rufen wollte. Erst als eine Bekannte des Angreifers eingriff, gab er das Handy zurück.