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Spandau: Biogasanlage soll 60 000 Tonnen pro Jahr vergären

Spandau

Biogasanlage soll 60 000 Tonnen pro Jahr vergären

Die Berliner Stadtreinigung baut am Standort Freiheit 16 eine Biogasanlage. Sie liegt nahe dem Klärwerk Ruhleben. Am heutigen Freitag erfolgt der symbolische erste Spatenstich in Anwesenheit von Umweltsenatorin Katrin Lompscher (Linke). Die Strabag Umweltanlagen GmbH wird die Anlage errichten. Sie soll 60 000 Tonnen Bioabfall im Jahr verarbeiten, die getrennt in den Berliner Haushalten gesammelt werden. Durch Trockenvergärung wird Biogas erzeugt und aufbereitet. Geplant ist, dass jährlich etwa 3,4 Millionen Kubikmeter Gas in das Berliner Erdgasnetz eingespeist werden. Der Gärrest wird überwiegend in der Landwirtschaft genutzt. In der Anlage werden sechs Mitarbeiter tätig sein. saf

Lichtenberg

Parteien protestieren gegen Neonazi-Schmierereien

SPD, Linke und CDU haben Neonazi-Übergriffe auf Orte des antifaschistischen Gedenkens im Weitlingkiez verurteilt. Am vergangenen Wochenende waren dort Stolpersteine für NS-Opfer und ein Gedenkstein für den Antifaschisten Erwin Nöldner mit neonazistischen Parolen beschmiert sowie mit einer Chemikalie und schwarzer Farbe übergossen worden. Auch das Interkulturelle Bildungszentrum an der Münsterlandstraße wurde beschmiert. SPD und Linke erklärten gemeinsam, Lichtenberg lasse sich durch solche Attacken nicht von seiner couragierten, parteienübergreifenden Auseinandersetzung mit Rassismus, Rechtsextremismus und Antisemitismus abbringen. rg

Tempelhof-Schöneberg

Neue Pläne für Mittelstreifen vor U-Bahnhof Bayerischer Platz

Das Bezirksamt soll prüfen, ob das Geländer auf dem Mittelstreifen der Grunewaldstraße in Höhe des U-Bahnhof-Gebäudes entfernt oder durch eine andere Barriere ersetzt werden kann. Das beschlossen die Bezirksverordneten. Anwohner, Gewerbetreibende, BVG und Verwaltung wollen den Bayerischen Platz aufwerten. Dabei sollen das Bahnhofsgebäude, aber auch der Mittelstreifen verschönert werden. bsm

Pankow

BVG lässt Bogenschienen in der Gleisschleife erneuern

Die BVG lässt die Bogenschienen der Straßenbahn in der Gleisschleife am Pasedagplatz erneuern. Die Arbeiten dauern bis zum 19. August. Die Kosten liegen nach Angaben einer Sprecherin bei 25 000 Euro. Die Rennbahnstraße ist deshalb in Fahrtrichtung Heinersdorf gesperrt. Autofahrer müssen eine Umleitung in Kauf nehmen. Vom 13. bis zum 15. August wird auch der Straßenbahnverkehr der Linien 12 und 27 unterbrochen. Ab Berliner Allee ist Schienenersatzverkehr eingerichtet. saf

Mietvertrag für Clubs in der Kulturbrauerei verlängert

Die TLG Immobilien hat den Mietvertrag mit der Eightball Veranstaltungs GmbH für Flächen in der Kulturbrauerei um fünf Jahre verlängert. Die GmbH nutzte bisher 1900 Quadratmeter und hat jetzt weitere 800 Quadratmeter angemietet. Sie betreibt den "Club 23" und das "Soda". saf

Marzahn-Hellersdorf

Aktuelle Studie: Bezirk stellt sich auf 30 000 Senioren mehr ein

Hellersdorf - Der Bezirk steht bis zum Jahr 2030 vor einem einschneidenden demografischen Wandel. Bei der Vorstellung einer aktuellen Seniorenstudie wurde am Donnerstag darauf verwiesen, dass die Zahl der Einwohner von 65 Jahren bis über 85 Jahren um mehr als 30 000 zunehmen wird. Bürgermeisterin Dagmar Pohle (Linke) sagte: "Darauf müssen und werden wir reagieren." Ein Hauptthema der künftigen Altenhilfe werde es sein, die seniorengerechten, barrierefreien Wohnbedingungen im Bezirk sowie Pflegedienste und wohnortnahe Kommunikations- und Freizeitangebote weiter auszubauen. In der repräsentativen Umfrage "50 und älter" hatten 84 Prozent der jetzigen und künftigen Senioren bekundet, auf jeden Fall im Bezirk bleiben zu wollen. rg

Mitte

Wo Honecker den Mauerbau koordinierte

Im Gebäude der Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung, Otto-Braun-Straße 27, hat Tom Sello von der Robert-Havemann-Gesellschaft am Donnerstag die Schaufensterausstellung "Zentrale des Mauerbaus" eröffnet. Die Ausstellung erinnert bis zum 21. September an die Tage vor dem Mauerbau. Am 9. August 1961 war Erich Honecker, damals Sekretär für Sicherheitsfragen im ZK der SED, in das ehemalige Volkspolizeipräsidium zwischen Keibel- und Otto-Braun-Straße eingezogen, um von dort aus mit acht Mitarbeitern den Mauerbau zu koordinieren. kla

Charlottenburg-Wilmersdorf

CDU gedenkt des Mauerbaus aus Sicht von 1961 und heute

Die CDU Charlottenburg-Nord lädt am Freitag zusammen mit der Frauen Union und der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft zum gemeinsamen Gedenken anlässlich des 50. Jahrestages des Mauerbaus ein. "Gegen das Vergessen - der 13. August 1961 aus der damaligen und heutigen Sicht" heißt das Thema, zu dem Joachim Krüger, Vorsitzender der CDU Charlottenburg-Nord, spricht. Gäste sind willkommen, der Eintritt ist frei. Die Veranstaltung wird musikalisch umrahmt und beginnt um 18 Uhr im Rathaus Charlottenburg (Minna-Cauer-Saal) an der Otto-Suhr-Allee 100. bsm

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