Unfall

Flüssiges Aluminium verletzt vier Arbeiter in Gießerei

Bei einem Arbeitsunfall in einem Reinickendorfer Gewerbegebiet sind vier Arbeiter eines Aluminiumwerks verletzt worden. Ein Mitarbeiter musste mit schweren Verbrennungen im Gesicht in ein Krankenhaus eingeliefert werden.

Die drei anderen kamen nach Polizeiangaben mit leichteren Verletzungen davon, die ambulant behandelt werden konnten. In einer ersten Meldung der Feuerwehr war zunächst von einer Explosion in dem Betrieb an der Kopenhagener Straße und zehn Verletzten die Rede gewesen. Dies bestätigte sich aber nicht.

Nach ersten Erkenntnissen der Polizei kam es gegen 17.40 Uhr aus noch ungeklärter Ursache in einem Betriebsteil, wo Aluminium geschmolzen wird, zu dem Unglückfall. Ein Behälter mit flüssigem Aluminium war auf einem Laufband ins Stocken geraten. Das siedend heiße Metall schwappte durch den Ruck über die Behälterwand in die Höhe und ergoss sich anschließend über vier in der Nähe befindliche Arbeiter. Einen Mann traf ein Schwall des flüssigen Metalls direkt ins Gesicht. Ein Brand sei infolge des Vorfalls aber nicht entstanden.

Unklar blieb zunächst, wodurch die plötzliche Unterbrechung des Laufbandes ausgelöst wurde. Wie eine Polizeisprecherin berichtete, wird das Landesamt für Gesundheit und Technische Sicherheit (Lagetsi) die Untersuchungen zu dem schweren Arbeitsunfall übernehmen.

Die BAGR Berliner Aluminiumwerk GmbH hat seit 1997 ihren Firmensitz in Reinickendorf. Nach eigenen Angaben werden dort aus Schrott und anderen Resten neue Aluminiumteile für Bänder, Bleche und Formzuschnitte gegossen. Das Unternehmen bezeichnet sich als einen der führenden unabhängigen Erzeuger von Walzbarren aus Sekundäraluminium in Europa. Vertreter der Firma waren am Donnerstag für Auskünfte nicht zu erreichen.