Festakt

"Ohne Roland Hetzer ist der Erfolg undenkbar"

Die große Party zum 25. Jubiläum des Deutschen Herzzentrums Berlin (DHZB) sollte erst abends steigen. "Wir haben mehr als 2000 Anmeldungen", verriet Professor Roland Hetzer, Ärztlicher Direktor des DHZB, und kündigte ausgelassen an: "Vor Sonnenaufgang geht mir keiner nach Hause, wir machen bis fünf, halb sechs Uhr morgens durch."

Doch bevor Freunde, Förderer und Partner des DHZB am Abend feiern durften, trafen sich die wichtigsten Wegbereiter und Wegbegleiter zu einer Feierstunde im Roten Rathaus.

Ein schöner Auftakt für den Pfingstsonntag. Dennoch wurden die Gastgeber nicht müde, sich immer wieder dafür zu bedanken, dass es viele Gäste trotz privater Pläne an einem langen Wochenende geschafft hatten, dabei zu sein. Sänger Jochen Kowalski führte charmant durch den Vormittag - aus einer Feierstunde wurden fast drei - und das Berliner Ärzte-Orchester spielte bekannte Operettenmelodien. Kammersängerin Professor Dagmar Schellenberger (Sopran), Tenor Rui Oliviera dos Santos und Sopranistin Ana Maria Pinto sorgten mit weltbekannten Stücken wie "Deine Lippen, die küssen so heiß" für den heiteren Rahmen.

Ein Volltreffer war "Dein ist mein ganzes Herz", das berühmte Liebeslied aus Franz Léhars Operette "Das Land des Lächelns" . Denn darum geht es im Herzzentrum. Um Herzen. Und darüber wurde natürlich gesprochen: Professor Roland Hetzer erinnerte als erster an die Erfolge, aber auch die Niederlagen der vergangenen 25 Jahre. Er betonte den wichtigsten Grundsatz der Arbeit am DHZB: "Keinen medizinischen Fall abzulehnen, sondern jeden Patienten anzunehmen." Und sei die Diagnose noch so hoffnungslos.

Hetzer freute sich, dass auch Vertreter der internationalen Kooperationspartner gekommen waren: Francis Robiczsek aus North Carolina, Matthias Loebe aus Texas, aber auch Ärzte aus Shanghai, Moskau und Sarajewo. Zu den weiteren Festrednern gehörten die Dekanin der Charité-Universitätsmedizin, Annette Grüters-Kieslich, Wissenschaftssenator Jürgen Zöllner (SPD), der Präsident der Berliner Ärztekammer, Günther Jonitz, der Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie, Friedhelm Beyersdorf, sowie der ehemalige Regierende Bürgermeister von Berlin, Eberhard Diepgen (CDU).

Neben der Erfolgsgeschichte des DHZB, dessen Verankerung in der nunmehr vereinigten Stadt, seiner internationalen Bedeutung über Deutschland hinaus und der Zusammenarbeit mit der Charité, betonten die Redner vor allem die herausragende Persönlichkeit von Roland Hetzer, sein persönliches Engagement, seine tiefe 25-jährige Verbundenheit mit dem DHZB. "Der Faktor Mensch", sagte Grüters-Kieslich, sei einer der wesentlichen Erfolgsfaktoren. "Dieser Mensch ist Roland Hetzer. Ohne ihn ist der Erfolg undenkbar." Sein Mut und sein starker Umsetzungswille hätten die Grundlagen geschaffen. "Danke für ihr Leadership", sagte sie. "Dank an Sie, lieber Roland Hetzer, als mutiger Innovateur."