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SPD fordert Krisenstab

Krisenstab Nach der Ausbreitung des gefährlichen Darmkeims EHEC fordert die SPD die Aufstellung eines Krisenstabs. "Ich finde es wichtig, einen Krisenstab zu gründen und eine Telefonhotline einzurichten", sagte der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach dem "Tagesspiegel". Die Öffentlichkeit müsse flächendeckend darüber informiert werden, wie man sich am besten schütze. Man müsse die Menschen dafür sensibilisieren, dass nicht unbedingt der Verzehr, sondern die Säuberung von Gemüse zu Infektionen führen könne. Er beobachte die Ausbreitung der EHEC-Infektion mit großer Sorge, so Lauterbach.

Herkunft Der Erreger kommt weltweit überall dort vor, wo Kühe, Schafe und Ziegen gehalten werden. Mit Kot und Gülle-Dünger gelangt er dann in Flüsse, Seen, Futtermittel, Milch, Fleisch sowie auf Obstwiesen und Gemüseäcker - und damit in die Nahrungskette des Menschen. Warum die Fallzahlen seit einigen Jahren in Deutschland leicht steigen, ist unklar.

Infektionen In den vergangenen Jahren hat das Robert-Koch-Institut stets EHEC-Infektionen in Deutschland registriert. Im Jahr 2001 wurden 945 Fälle, im Jahr 2002 1136 und im darauffolgenden Jahr 1140 Fälle registriert. Auch in den Jahren 2004 bis 2010 blieb die Zahl der Fälle auf diesem Niveau: Im vergangenen Jahr gab es schließlich 918 EHEC-Fälle in Deutschland.