Freizeittipp

Der Lido ist einen Kilometer lang

Ende der 1920er-Jahre errichtet, hat das vom Architekten, Berliner Stadtbaurat und späteren Harvard-Professor Martin Wagner entworfene Strandbad Müggelsee den Charme jener Zeit behalten.

Durch das weiß-blaue Eingangsgebäude am Fürstenwalder Damm gelangen Besucher an den rund einen Kilometer langen und 70 Meter breiten Sandstrand.

Steigt man die Treppen zum Strand hinab, riecht es nach Currywurst und Pommes Frites: In den Arkaden verkauft ein Imbiss den Gästen Snacks, im kleinen Laden nebenan können Strandliegen und Sonnenschirme ausgeliehen werden. Am Wasser sind Bänke aufgebaut. Badegäste tauchen Schritt für Schritt über den weichen Sandboden in das seichte Wasser ein. Wer lieber aufs statt ins Wasser möchte: Neben dem Strandbad ist ein Bootsverleih. Der hat Tret- und Ruderboote, Kanus und Surfbretter im Angebot.

Das denkmalgeschützte Bad wird derzeit vom Bezirk Treptow-Köpenick betrieben. Es soll künftig von einem Investor geführt werden. Im April wurde beschlossen, dass ein Berliner Ingenieursteam alle Gebäude auf dem Gelände erhalten und sanieren wird, auch den so genannten Würfel, ein Betonkasten aus der DDR-Zeit neben dem Haupteingang Genutzt werden sollen sie unter anderem für ein Restaurant, eine Sauna- und Bäderlandschaft, ein Sportzentrum mit Fitnessräumen und einen Kindergarten. Das Ziel: Auch im Winter soll das Strandbad die Besucher anziehen. "Das Wichtigste ist, dass sich Kinder hier mal so richtig austoben können", sagt der Strandwart. Das soll auch nach dem Umbau so sein.

Strandbad Müggelsee Fürstenwalder Damm 838, täglich 9-19 Uhr, Eintritt frei