Krankenhauskonzern

Vivantes blickt auf sein erfolgreichstes Jahr zurück

Zum siebten Mal in Folge kann Vivantes in seinem Jahresbericht schwarze Zahlen präsentieren. Der Vorsitzende der Geschäftsführung, Joachim Bovelet, stellte zufrieden fest: "2010 war wirtschaftlich das bislang erfolgreichste Jahr für uns."

So vermeldete der Krankenhauskonzern am Freitag einen Jahresüberschuss in Höhe von 6,3 Millionen Euro - dreimal so viel wie 2007. Der Umsatz betrage 836,5 Millionen Euro. Im Vorjahr seien es 785 Millionen Euro gewesen, hieß es.

Die Mehreinnahmen sind vor allem auf den Anstieg stationärer Behandlungen zurückzuführen. Auf den Stationen, aber auch in den anderen Fachkliniken und Instituten, wurden im vergangenen Jahr rund 500 000 Berliner ärztlich versorgt, mehr als in den Jahren zuvor. Mit den gestiegenen Umsätzen wurden Tarifsteigerungen im Personalbereich und höhere Materialkosten kompensiert. Der Ausbau vorhandener Häuser sowie die Eröffnung der Komfortklinik am Humboldt-Klinikum ermöglichten zudem die Schaffung von knapp 500 neuen Arbeitsplätzen.

Wegen des demografischen Wandels legt das Unternehmen besonderen Wert auf die Altersmedizin. "Die wird durch ein umfassendes und möglichst wohnortnahes Versorgungskonzept ermöglicht", sagte Dorothea Dreizehnter, Geschäftsführerin des Klinkmanagements

. Priorität hat auch die Ausbildung. Um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, hat Vivantes 765 Ausbildungsplätze geschaffen. Damit ist der Konzern nach eigenen Angaben bundesweit Spitze bei der beruflichen Bildung im Gesundheitswesen. Das Unternehmen zeichnet sich auch durch Umweltfreundlichkeit aus, da es seit 2003 die CO2-Emissionen um 29 Prozent senken konnte.

Auch sonst hat das landeseigene Unternehmen Grund zur Freude. In diesem Monat begeht es sein zehnjähriges Bestehen. Die Jubiläumsfeier wird im Juni auf dem ehemaligen Flughafen Tempelhof stattfinden. Mit Blick auf die Zukunft verspricht Joachim Bovelet: "Auch im Jahr 2011 werden wir keine roten Zahlen schreiben." Außerdem plant das Unternehmen Vivantes, in den kommenden fünf Jahren etwa 300 Millionen Euro zu investieren. Dazu muss der inzwischen schuldenfreie Konzern allerdings zum Teil auf sein Eigenkapital zurückgreifen.