Tiere

Ab 1. Januar sind Hunde auf dem Kollwitzplatz verboten

Hundeverbote in Grünanlagen nehmen zu. Vom 1. Januar an dürfen auch auf den Kollwitzplatz in Prenzlauer Berg keine Hunde mehr mitgenommen werden. Das Ordnungsamt wird in Schwerpunkteinsätzen kontrollieren, ob das Verbot eingehalten wird, kündigt Pankows Bezirksbürgermeister Matthias Köhne (SPD) an.

Er begründet den Schritt damit, dass es sich um einen stark frequentierten Brennpunkt mitten im Kiez handele, auf dem sich zudem drei Spielbereiche für Kinder befinden. "In letzter Zeit wurde der 6000 Quadratmeter große Kollwitzplatz leider auch zunehmend als Hundeauslaufgebiet genutzt, was zu starken Verschmutzungen und Belästigungen von Kindern und Erwachsenen geführt hat", teilte Köhne mit.

Hundeverbote existieren bereits jahrelang im denkmalgeschützten Neuköllner Körnerpark, im Schlosspark Britz und im Britzer Garten. Auch auf dem Traveplatz und im Innenbereich des Boxhagener Platzes - beides in Friedrichshain - sind Hunde tabu.

Auf den Berliner Spielplätzen sind die Vierbeiner ebenfalls verboten. Auch auf Wochenmärkten - aus hygienischen Gründen. In öffentliche Dienstgebäude dürfen nur Blindenhunde mitgenommen werden. Während in Berlin die Hunde auf öffentlichen Straßen und Gehwegen ohne Leine laufen dürfen, jedenfalls solange der Hundeführer in der Nähe ist und jederzeit eingreifen kann, besteht in Grünanlagen Leinenpflicht. Die Mitarbeiter der Ordnungsämter haben allerdings Mühe, Verstöße zu ahnden, da sie aufgrund ihrer Uniformen schnell erkannt werden. Kontrollen in Zivilkleidung lehnte die Senatsverwaltung für Inneres jedoch ab.

Charlottenburg-Wilmersdorf will es bei den jetzigen Regelungen belassen und sieht keinen Bedarf für Verschärfungen. "Solche Verbote müssen gut begründet sein. Dafür gibt es hohe Hürden, denn das Persönlichkeitsrecht der Hundebesitzer wird schließlich eingeschränkt", sagte Baustadtrat Klaus-Dieter Gröhler (CDU). Normalerweise sei ein Hundeverbot nur mit einer besonderen Gefahrensituation zu rechtfertigen. Solange der Hundeführer das Tier an der Leine durch die Grünanlage führe und dessen Hinterlassenschaften beseitige, bestehe kein Grund, das Gesetz zu ändern. Ein generelles Verbot für Hunde in Parks verunglimpfe auch Hundebesitzer, die sich an die Vorschriften halten.