Polizei

Zwei Menschen bei Raubüberfällen verletzt

Bei Raubüberfällen in Wedding und Spandau sind zwei Menschen verletzt worden, einer davon schwer. Ein Tatverdächtiger konnte festgenommen werden, zwei weiteren mutmaßlichen Tätern gelang die Flucht.

Bereits am Freitagabend gegen 20 Uhr haben zwei Unbekannte an der Soldiner Straße in Wedding einen 35-Jährigen überfallen. Die Täter griffen den Mann ohne Vorwarnung an, schlugen ihn zunächst brutal zusammen und sprühten ihm anschließend Reizgas ins Gesicht. Danach stahlen sie ihrem Opfer ein Handy und flüchteten.

Passanten entdeckten den Schwerverletzten am Boden liegend und riefen die Feuerwehr. Die Rettungskräfte lieferten den 35-Jährigen mit massiven Kopf- und Gesichtsverletzungen in ein Krankenhaus ein. Dort wurde das Opfer auf einer Intensivstation behandelt. Ein Raubkommissariat der Polizeidirektion 3 (Mitte) hat die Ermittlungen aufgenommen, nach dem Schläger-Duo wird gefahndet.

Etwa zwei Stunden nach dem Raub in Wedding überfielen zwei Männer ein Lebensmittelgeschäft am Brunsbütteler Damm in Spandau. Sie bedrohten eine 49 Jahre alte Kassiererin mit Eisenstangen und forderten Geld. Ein 50 Jahre alter Kunde eilte der Frau zu Hilfe und versuchte, einen der Täter festzuhalten. Bei der daraufhin einsetzenden Rangelei wurde er durch einen Schlag an den Kopf verletzt. Anschließend flüchteten die Täter mit ihrer Beute aus dem Geschäft.

Alarmierte Polizeibeamte nahmen kurz nach der Tat in der Nähe des Supermarkts einen 16-Jährigen fest. Er steht nach ersten Erkenntnissen unter dem dringenden Verdacht, an dem Raub in Spandau beteiligt gewesen zu sein. Ebenfalls alarmierte Rettungskräfte der Feuerwehr versorgten unterdessen die Kopfverletzungen des couragiert eingeschrittenen 50-jährigen Mannes. Ein Raubkommissariat der Polizeidirektion 2 hat die weiteren Ermittlungen übernommen.