Kriminalität

Video zeigt Gewaltexzess auf U-Bahnhof

Nach dem jüngsten Überfall auf einen jungen Mann im U-Bahnhof Amrumer Straße in Wedding hat die Polizei noch keine Spur von den Tätern. Wie berichtet, hatten mehrere Männer versucht, einen 21-Jährigen am Donnerstag vergangener Woche auf dem Bahnsteig auszurauben. Die Täter schlugen ihr Opfer und traten es mehrere Male gegen den Kopf. Zudem verletzten sie ihn mit einem Messer.

Das Video konnte nicht gefunden werden.

Nach dem brutalen Überfall auf dem Berliner U-Bahnhof Amrumer Straße sucht die Polizei mit Bildern aus Überwachungskameras nach drei Schlägern. Das Trio entkam am vergangenen Donnerstag unerkannt. Am Dienstag veröffentlichte die Polizei Videoaufnahmen und bat Zeugen, sich zu melden.

Video: BMO
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Nach Angaben der Polizei versuchten die Täter, ihrem Opfer Halskette, Armband und Mobiltelefon zu rauben. Mit der Veröffentlichung eines Überwachungsvideos der BVG erhofft sich die Polizei nun Hinweise, die zur Aufklärung der brutalen Raubtat führen.

Auf den Ausschnitten der Videosequenz ist zu sehen, wie drei junge Männer über den Bahnsteig im U-Bahnhof Amrumer Straße rennen. Plötzlich wird der 21-Jährige mit voller Wucht von rechts ins Bild geschleudert, weil ihm eine weitere Person, die nicht zu sehen ist, einen kräftigen Schubs versetzt hat. Das Opfer kann sich nicht mehr auf den Beinen halten und fällt zu Boden. Dann wird er von den drei anderen Tätern attackiert. Sie umringen den Mann, treten mit Füßen immer wieder gegen seinen Oberkörper und den Kopf. Mit einem unbekannten Gegenstand schlägt einer der beiden dunkel gekleideten Täter, der rechts im Bild zu sehen ist, immer wieder mit voller Wucht gegen den Körper. Dann läuft ein männlicher Fahrgast mit dem Rücken zur Kamera auf die Täter zu. Der 21-Jährige windet sich vor Schmerzen auf dem Boden.

Erst dann lässt das Trio von ihrem Opfer ab und flüchtet unerkannt mit der U-Bahn Richtung Osloer Straße. Einer der Täter muss bei dem Angriff ein Messer in der Hand gehalten und damit zugestochen haben, denn der Verletzte wurde mit einer Schnittverletzungen an der linken und einer blutenden Wunde an der rechten Hand in ein Krankenhaus gebracht. Zudem erlitt er Prellungen am Kopf und an den Händen. Der 21-Jährige verließ das Krankenhaus nach Informationen der Berliner Morgenpost nach einer ersten Behandlung auf eigenen Wunsch wieder.

Nach Polizeiangaben ist auf dem Video nicht zu sehen, dass sich mehrere Personen nach dem Übergriff um den Verletzten kümmerten. Die Kriminalpolizei der Direktion 3, die in dem Fall die Ermittlungen übernommen hat, geht davon aus, dass noch weitere Fahrgäste auf dem Bahnsteig den brutalen Überfall beobachtet haben könnten. Zudem erhoffen sich die Ermittler, dass sich weitere Zeugen melden, die den versuchten Raub aus einer U-Bahn heraus gesehen haben. Alle Personen, die Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit der Direktion 3 an der Perleberger Straße 61a in Tiergarten unter Tel. 46 64-37 31 20 oder jeder anderen Polizeidienststelle zu melden.

Erst vor zehn Tagen war ein junger Mann auf dem U-Bahnhof Friederichstraße von zunächst Unbekannten niedergeschlagen und gegen den Kopf getreten worden. Nach der Öffentlichkeitsfahndung mit Ausschnitten aus einer Überwachungskamera stellten sich zwei 18 Jahre alte Jugendliche und gestanden die Tat. Gegen den mutmaßlichen Haupttäter Torben P. erging Haftbefehl wegen versuchten Totschlags, der aber gegen Auflagen außer Vollzug gesetzt wurde. Der 18-Jährige muss sich drei Mal die Woche auf einem Polizeiabschnitt melden. Die Schule hat den Gymnasiasten inzwischen suspendiert. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft soll das Ermittlungsverfahren zur Anklageerhebung noch in dieser Woche abgeschlossen sein.