Randnotiz

"Fusion Street"

Die bunten Ochsenfrösche aus Pappmaché am Eingang von der Weserstraße zum Campus Rütlistraße sind ein Symbol für das Neue im Kiez.

Rein äußerlich betrachtet wachen sie darüber, dass keine Autos in die Straße fahren. Die Rütlistraße ist eine "fusion street". Sie gehört den Kindern, Jugendlichen und ihren Eltern. Dahinter steht der gemeinnützige Verein FUSION-Intercultural, der den knallroten Jugendklub Manege betreibt. Das Prinzip ist eine Methode der Jugendarbeit, bei der Kinder und Jugendliche in künstlerische und stadtplanerische Projekte eingebunden werden. Zielgruppe sind Jugendliche mit unterschiedlichen ethnisch-kulturellen Prägungen, mit niedrigem Bildungsniveau und aus sozial niedrigen Schichten, die in delinquente Strukturen abzugleiten drohen, wie es in der Fachsprache heißt. In der Manege haben sie Alternativen , sie gestalten den tristen städtischen Raum mit Farben und Formen, tanzen, machen Akrobatik und Theater, filmen und fotografieren. Dass die Idee funktioniert, beweist der Alltag - jedes Kind der Straße kennt heute die Manege.