Nahverkehr

S-Bahn kann ihr Angebot vorerst nicht verbessern

Die S-Bahn kann immer noch nicht mehr Züge einsetzen. Eine für den 9. Mai geplante Angebotsverbesserung hat das Nahverkehrsunternehmen erst einmal auf den 23. Mai verschoben, wie S-Bahn-Geschäftsführer Peter Buchner am Montag bestätigte.

Dann will die S-Bahn auf der Linie S 25 (Teltow Stadt-Hennigsdorf) den vor zwei Jahren von Brandenburg bestellten Zehn-Minuten-Takt einführen. Außerdem sollen auf der Linie S 7 (Ahrensfelde-Potsdam) mehr Züge mit acht statt mit nur sechs Wagen fahren. Wegen der vielen unterschiedlichen Kontroll- und Wartungsarbeiten sei es derzeit aber noch nicht möglich, die dafür nötige Fahrzeugzahl bereitzustellen, so Buchner. Wegen der jüngst festgestellten Achsrisse müssten etwa bis Anfang Mai alle Triebwagen der älteren Baureihe 480 überprüft werden, die dadurch nicht für den Zugverkehr zur Verfügung stehen würden.

Für das verbesserte Angebot benötigt die S-Bahn 450 sogenannte Viertelzüge. Am Montag konnte die S-Bahn aber nur 422 Zwei-Wagen-Einheiten einsetzen. Damit werde weiterhin nur 75 Prozent des bestellten Angebots erbracht, heißt es dazu vom Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB). "Seit Mitte 2010 gibt es keinen nennenswerten Zuwachs an verfügbaren Fahrzeugen", kritisierte VBB-Chef Hans-Werner Franz. Ohne intensivere Anstrengungen werde die Bahntochter bis zum Jahresende nicht die angestrebten 500 Doppelwagen auf die Schiene bringen. Es drohe zudem ein neues Winterchaos. Franz forderte erneut mehr Personal und Werkstattkapazitäten. Laut Verkehrsvertrag mit dem Land müsste die S-Bahn eigentlich 562 Viertelzüge einsetzen. Weil dies nicht erfolgt, hat der Senat bereits mehrfach Zahlungen an die S-Bahn gekürzt 2011 bereits 20,3 Millionen Euro.